Baby und Mutter bei Wohnungsbrand auf Zeller Berg verletzt

Rettungskräfte mussten am Donnerstag zu einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Aue ausrücken. Ein Nachbar verhinderte ein schlimmeres Unglück.

Aue.

Blaulichteinsatz in der Nacht in Aue: Am Donnerstag kurz nach 0.30 Uhr musste die Feuerwehr an die Lindenstraße ausrücken. Im dritten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses war ein Wohnungsbrand ausgebrochen. Dichter Qualm zog aus den Zimmern.

Bei dem Brand verletzten sich drei Mieter - eine junge Frau (28) und ihre zwei kleinen Kinder, ein fünf Jahre alter Junge und ein sieben Monate altes Baby. Sie mussten wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht werden.

Ein Anwohner verhinderte dabei offenbar eine noch schlimmere Katastrophe. Wie die Polizei berichtet, befreite er die Kinder aus der Wohnung. Die Mutter war auf der Suche nach Hilfe offenbar aus der Wohnung gelaufen, hatte aber keinen Schlüssel mitgenommen. Und hinter ihr fiel die Tür ins Schloss. Der Anwohner, der einen Zweitschlüssel besaß, konnte die Wohnung jedoch rechtzeitig öffnen.

Ausgerüstet mit schwerer Atemschutztechnik suchten Feuerwehrleute in dem Haus später nach dem Brandort und konnten das Feuer mit Hilfe von wenig Wasser löschen. Etwa 40 Feuerwehrleute aus Aue, Alberoda und Bad Schlema, der Kreisbrandmeister und die Polizei waren im Einsatz.

Die Lindenstraße blieb während der Löscharbeiten voll gesperrt. Nach Angaben der Polizei konnte der Einsatz gegen 3 Uhr am Morgen abgeschlossen werden.

Unklar ist bislang, wie das Feuer ausbrechen konnte. Vermutlich habe ein elektrisches Gerät durch einen brennenden Adventskranz Feuer gefangen, erklärt die Polizei. "Wir ermitteln wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen die 28-Jährige", sagt ein Sprecher. Speziell geschulte Brandursachenermittler der Polizei haben die Wohnung gestern unter die Lupe genommen.

Bei dem Feuer entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von gut 20.000 Euro. Die Wohnung der Familie sei vorerst nicht mehr bewohnbar, teilt die Polizei mit. Andere Mieter in dem Haus auf dem Zeller Berg hätten inzwischen aber wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

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