Bad Schlema tüftelt an neuen Ideen für Amtsblatt

Statt Gemeindeanzeiger soll künftig Kurzeitung in dem Ort erscheinen

Bad Schlema.

Das Amtsblatt von Bad Schlema steht vor einem Umbruch. Statt des Gemeindeanzeigers soll künftig eine sogenannte Bade- und Kurzeitung erscheinen. Das sehen Pläne vor, über die in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates von Bad Schlema diskutiert wurde.

Wie der bisherige Bürgermeister des Ortes, Jens Müller (Freie Wähler), berichtete, soll das Blatt dafür "neu ausgerichtet" werden. "Damit kehren wir zu unserem Kern zurück." Denn ab 1925 hatte es bereits eine Bade- und Kurzeitung für das Schlematal gegeben; diese Idee greift der Ort nun erneut auf. Müller versprach aber: "Wir werden weiter informieren wie bisher." Beliebt ist der Gemeindeanzeiger, der bislang monatlich erscheint, bei vielen älteren Bad Schlemaern etwa für seine Seite zur Regionalgeschichte, die es seit dem Jahr 1995 gibt.

Die Pläne für die neue Kurzeitung stießen in der Ratssitzung aber nicht nur auf Zustimmung. Angesichts der Fusion mit Aue zum 1. Januar dieses Jahres fragte Uwe Haas (Freie Wähler): "Machen Aue und Alberoda dann ein eigenes Informationsblatt? Warum veröffentlichen wir nicht gemeinsam?" Aues bisheriger Stadtchef Heinrich Kohl (CDU) griff den Vorschlag dankbar auf: "Das ist eine gute Idee."

Oliver Titzmann (Freie Wähler) appellierte hingegen, das neue Konzept der Kurzeitung nicht zu "verwässern", indem man daraus ein gemeinsames Stadtmagazin für Aue und Bad Schlema macht. "Wir sollten die alte Struktur so lassen." Dass in dem Kurort ein eigener Anzeiger erhalten bleibt, sei gerade jetzt, kurz nach der Fusion, wichtig, erklärte er. Andreas Rössel (Linke) dazu: "Die Kurzeitung soll für Kurgäste und die Bürger sein."

Heinrich Kohl reagierte auf die Absage wiederum gelassen: "Dann machen Sie eben Ihr Spezialblatt, bitte." Zugleich warb er darum, die Idee für einen gemeinsamen Anzeiger "reifen" zu lassen. (juef)

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