BAK-Ende: Fahrplan für Mitarbeiter liegt vor

Geschäftsführung bietet Beschäftigungsgarantie und Lösungen an

Schneeberg.

Wie geht es für die rund 100 Mitarbeiter des Bergarbeiter-Krankenhauses (BAK) Schneeberg weiter? Diese Frage stellen sich auch die Stadträte der Bergstadt, die über das Vorhaben entscheiden müssen, das Krankenhaus in ein Medizinisches Versorgungszentrum und eine Pflegeeinrichtung umzuwandeln. So wurde die Sorge geäußert, dass die Fachkräfte aufgrund einer ungewissen Perspektive die Region verlassen könnten.

Solche Befürchtungen weist aber die BAK-Geschäftsführerin Sophia Glock zurück: "Es gibt bei der Umstrukturierung einen klaren Fahrplan für die Mitarbeiter, dieser beinhaltet für jeden eine Arbeitsplatzgarantie. Jeder bekommt entsprechend seinen Wünschen und Qualifikationen ein attraktives Angebot am Klinikum Chemnitz." Weiterhin sei das Klinikum sehr bemüht, für Mitarbeiter aus Schneeberg und Umgebung den Fahrtweg beispielsweise durch Bereitstellung von Wohnungen und durch moderne Arbeitszeitmodelle zu erleichtern.

Gleichfalls will das BAK den Mitarbeitern in der Zeit entgegen kommen, in der durch die neue Struktur am Schneeberger Standort Umbauten erforderlich sind. "Hier sind wir bemüht, gemeinsam mit dem Klinikum Chemnitz Übergangslösungen aufzuzeigen, um die Mitarbeiter langfristig am Standort halten zu können", erläutert Sophia Glock. So sei es auch möglich, dass Kollegen nur für eine begrenzte Zeit in Chemnitz arbeiten und dann wieder nach Schneeberg zurückkehren.

Die Geschäftsführerin erklärt hinsichtlich der medizinischen Versorgung: "Wir halten hier, wie in der Vergangenheit auch, 24 Stunden - unserem Spektrum entsprechend - Kapazitäten zur Notfallversorgung vor." Nötige Verlegungen würden rein nach medizinischen Gesichtspunkten und vorhandenen Kapazitäten erfolgen. Damit widerspricht sie dem Vorwurf, dass lukrative Fälle schon seit längerem nach Chemnitz umgeleitet würden. Und auch gegen die Wortwahl in der Kritik verwehrt sie sich: "Wir am Bergarbeiter-Krankenhaus sprechen übrigens nicht von ,lukrativen' Fällen, sondern von Patienten, die die bestmögliche Versorgung bekommen sollen."

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation soll das BAK 2020 neu ausgerichtet werden. Dabei wollen die Kliniken Chemnitz den Standort übernehmen. Darüber müssen noch die Schneeberger und die Chemnitzer Stadträte entscheiden. (tjm)

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