Baupreis steigt aufs Fünffache

Die Sanierung des Triftwegs in Bockau sollte noch dieses Jahr erfolgen. Doch die Gemeinde hat das Vorhaben verschoben. Grund ist eine wahre Kostenexplosion.

Bockau.

Nicht das Doppelte oder Dreifache, nein: gleich fünfmal so viel wie vorgesehen würde der Ausbau des Triftwegs in Bockau kosten. Das Vorhaben war eigentlich für dieses Jahr fest im Plan. Doch nun hat es die Gemeinde vertagt. "Es ist finanziell einfach nicht zu stemmen, weil es auch mit einer benachbarten Stützmauer zusammenhängt, wie sich jetzt zeigte", sagt Bürgermeister Siegfried Baumann (parteilos).

Das Ganze müsse in einem größeren Rahmen noch einmal neu geplant und konzipiert werden. "Wir werden Fördermittel nicht nur für den Wegebau, sondern inklusive der Sanierung der Stützmauer beantragen." Alles andere habe keinen Sinn. Die ursprünglich für den Triftweg vorgesehenen 40.000 Euro werden nun laut Baumann anders verwendet. "Da hatten wir uns für den Fall der Fälle ja schon ein paar Alter- nativen überlegt", erklärte er während der jüngsten Gemeinderatssitzung. So sollen nun eine Auffahrt saniert und der Wendehammer in der Muldentalsiedlung hergerichtet werden. "Das ist nicht öffentlich gewidmeter Grund, aber im Besitz der Gemeinde", sagt Baumann. Daher müsse man dafür sorgen, dass der Wendehammer in dem Wohngebiet am Ortsausgang in Schuss gebracht wird. Zumal in der Siedlung ohnehin alle Zeichen auf Bauarbeiten stehen, da sie aktuell mit ihrer Auffahrt an die neue Rechenhausbrücke angebunden wird.


In diesem Zusammenhang informierte Bauamtsleiter Steffen Meier-Knietzsch darüber, dass der Fördermittelbescheid für das Asphaltieren der Wege in der Muldentalsiedlung nach wie vor aussteht. Seit etwa zwei Jahren ist das Vorhaben beantragt. "Aber ich hoffe, dass wir nun wirklich auf den letzten Metern sind und den Bescheid erhalten." Dann könne die neue Straßendecke gleich mit dem Sanieren des Wendehammers verbunden werden. "Es wäre optimal."

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