Bauvorhaben erfordern viel Geduld

Es geht um Zuschüsse für eine Straße und eine Brandschutztür in der Mehrzweckhalle. Bei den beiden aktuell größten Projekten in Bockau zieht sich manches viel länger hin, als gedacht.

Bockau.

Was lange währt, wird endlich gut, sagt der Volksmund. Darauf hoffen auch die Bockauer für ihre beiden aktuell größten Bauvorhaben. Beide erfordern aus verschiedenen Gründen eine Menge Geduld.

Da wäre die Auffahrt zur Muldentalsiedlung am Ortseingang. Dass sich der geplante Straßenbau in dem erhöht gelegenen Wohngebiet hinziehen würde, war allen klar. "Denn die Straßendecke machen wir erst neu, wenn alle Medien verlegt und der Anschluss zur neuen Rechenhausbrücke hergestellt ist", sagt Bürgermeister Siegfried Baumann (parteilos). So weit, so gut. Allerdings hatte die Gemeinde für die Straßensanierung - die Kosten liegen bei knapp 100.000 Euro - schon im Jahr 2017 Fördermittel beantragt. Danach tat sich monatelang nichts mehr. Nun sind alle Rohre verlegt und auch die Brücke soll bis August anschlussbereit sein.


Und beim Fördermittelantrag werden laut Bauamtsleiter Steffen Meier-Knietzsch Nachträge nötig. "Die Bauerlaubnis der einzelnen Anwohner fehlte noch. Zudem lagen beim ersten Antrag zunächst nur die geplanten Kosten vor. Inzwischen haben wir Angebote und Aufträge da - und aktualisieren das." Nun stehen etwa 15.000 Euro mehr zu Buche, als ursprünglich geplant. "Jetzt hoffen wir, endlich zum Schluss zu kommen", sagt Meier-Knietzsch. Die Maßnahme finanziert Bockau aus Fördermitteln und einem Eigenanteil. "Diesen stemmen wir mit einem Teil der 70.000 Euro vom Land Sachsen, die jede Kommune zur freien Verfügung bekam", so Baumann.

Langsam, aber immerhin voran geht es mit dem Umbau der Schulturnhalle zu einer Mehrzweckhalle. Bei diesem Projekt erweist sich eine Brandschutztür als Hemmschuh. "Der Durchbruch am hinteren Rettungsweg ist gemacht", so Meier-Knietzsch. Für die Tür standen indes zwischenzeitlich 30 Wochen Lieferzeit im Raum. "Nun rechnen wir mit Ende Juni oder Juli." Betonelemente und Windfang am Zugang seien schon angebracht. Ein Nachtragsangebot war für den Anprallschutz an der Tür nötig. Dieses lag bei 7700 Euro. Dennoch bewege man sich mit Blick auf die Kosten für das gesamte Projekt nach wie vor im ursprünglich gesteckten Rahmen. In den Umbau - samt Rettungsweg und neuer Heizung - fließen zirka 225.000 Euro.

Der Schritt sei unumgänglich, so Baumann. "Nur auf diese Weise schaffen wir die Voraussetzung, dass wir die Halle auch außerhalb des Schulsports für kulturelle Anlässe und dergleichen nutzen können."

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