Bei Kür der Kandidaten prescht die CDU vor

Andere Parteien lassen sich für Einstieg in den Bundestagswahlkampf Zeit

Erzgebirge.

Noch ist sie ein Jahr hin, doch manche können sie offenbar nicht erwarten: die Bundestagswahl 2021. Im Erzgebirgskreis mit seinen zwei Wahlkreisen prescht die CDU bei der Kür ihrer Direktkandidaten vor. Bereits im Juni schickte sie Marco Wanderwitz für den Wahlkreis 163 Chemnitzer Umland - Erzgebirge II ins Rennen. Am kommenden Donnerstag soll in einer weiteren Mitgliederversammlung in Schneeberg der Direktkandidat für den Wahlkreis 164 Erzgebirge I bestimmt werden. Bislang einziger Bewerber: Alexander Krauß. Eine frühe Nominierung findet er optimal, "weil so der Wahlkampf gut geplant werden kann".

Andere haben es da nicht so eilig. Die Grünen im Erzgebirgskreis wollen erst nächsten Jahr ihre Kandidatenkür veranstalten. "Vermutlich jedoch gleich zu Beginn", sagt Pressesprecherin Ulrike Kahl. Auch bei der Partei Die Linke wird die Wahl der Direktkandidaten "definitiv erst Anfang nächstes Jahr" stattfinden. "Wir sind ganz einfach noch nicht so weit", sagt Andrea Schrutek, Geschäftsführerin ihrer Partei. Offenbar soll erst ein anderes Problem geklärt werden: Seit Monaten ist der Vorsitz der Linken im Erzgebirgskreis verwaist. Laut Schrutek habe sich nun ein Kandidat gefunden. In einer Mitgliederversammlung am 7. November könnte er zum neuen Vorsitzenden gewählt werden.

Auch die SPD steckt "noch mitten in der Beratungsphase", so Kreischefin Simone Lang. Doch sei es relativ sicher, dass es noch im Dezember eine Wahlkonferenz geben wird. Bislang habe aber noch kein Interessent "seinen Hut in den Ring geworfen". Noch einen Tick eher will die FDP ihre Direktkandidaten ins Rennen schicken. Laut Kreischefin Ulrike Harzer ist die Versammlung für den Wahlkreis 164 für 6. November geplant. Für den Wahlkreis 163 stehe noch kein Termin fest.

Die AfD wiederum drückt auf Tempo. Noch Mitte Oktober soll nach Aussage von Kreissprecher Thomas Dietz die Nominierung stattfinden. "Eventuell sogar in einer gemeinsame Veranstaltung für beide Wahlkreise", sagt Dietz. Der Lugauer habe bereits angekündigt, für den Wahlkreis 164 als AfD-Direktkandidat bereit zustehen. Noch sei aber unklar, ob sich weitere Kandidaten melden.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.