Bergbau - Müller fordert: Fund gehört nach Schlema

Nach Berichten über den Sensationsfund eines schätzungsweise 500 Jahre alten Kehrrades in Bad Schlema spricht sich Bürgermeister Jens Müller (Freie Wähler) jetzt für eine spätere Rückkehr der Fragmente in den Ort aus. "Die gehören eigentlich hierher", sagt er. Ähnlich äußert sich der Ortchronist Oliver Titzmann: "Es wäre enttäuschend, wenn das Rad nicht zurückkehrt." Ein Kehrrad ist eine Bauform eines Wasserrades, das in zwei Richtungen bewegt werden kann. Bergleute waren bei Sicherungsarbeiten am Schneeberger Weg im Herbst 2016 zufällig in der Tiefe darauf gestoßen. Laut Archäologen ist es das bislang älteste bekannte Kehrrad. Zuletzt war die acht Meter lange und gut vier Tonnen schwere Antriebswelle geborgen worden. Sie soll nun konserviert werden. Was mit diesem Fragment und weiteren Bruchstücken später einmal passiert, ist noch nicht endgültig entschieden. (juef)

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