Besondere Unterrichtsstunde löst große Begeisterung aus

Das Winterstein-Theater und die Erzgebirgische Philharmonie haben am Dienstag Kinder im Auer Kulturhaus an das Thema Oper heranführt. Selbst die Techniker spielten mit.

Aue.

Bitte mehr davon, haben ganz bestimmt jene Lehrerinnen und Erzieherinnen gedacht, die am Dienstag mit ihren Klassen und Gruppen das Kulturhaus Aue besuchten. Die erzgebirgische Philharmonie Aue und das Annaberger Eduard-von-Winterstein-Theater hatten zu einer besonderen Unterrichtungsstunde eingeladen. In kurzweiligen und spannenden 45 Minuten erhielten die Mädchen und Jungen eine wunderbare Einführung in Sachen Oper.

Im Mittelpunkt stand Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel". Udo Prucha als Nussknacker, Madeleine Vogt als Gretel sowie Anna Bineta Diouf als Hänsel spielten sich von Beginn an in die Herzen des jungen Publikums - und vermittelten Wissen. "Eine Ofentüre - was ist das", fragte einer. "Das heißt doch nicht Ofentüre, sondern Ouvertüre", sagte ein anderer. Und so erfuhren die Kinder, dass die vermeintliche "Ofentüre" der rein instrumentale Einleitung eines großen Bühnenwerks ist. Natürlich spielten die Musiker der Philharmonie bekannte Ouvertüren an, unter anderem jene aus der Oper Carmen, die sogar vom Publikum mitgesummt wurde. Udo Prucha erklärte anschließend kurz die Handlung von "Hänsel und Gretel", beschrieb die Situation der Geschwister und führte so unauffällig in die Situation ein. Madeleine Vogt und Anna Bineta Diouf agierten mit großen Gesten und hatten mehrfach die Lacher auf ihrer Seite. Dass "Brüderchen komm tanz mit mir" und "Suse liebe Suse, was raschelt im Stroh" angestimmt wurden, kam bei den Kindern bestens an. Doch die kleine Inszenierung sollte nicht nur Lust auf Oper machen, sondern auch zeigen, was hinter den Kulissen eines Theaters passiert. Deshalb wurde mit allen Raffinessen gearbeitet, die ein großes Theater zu bieten hat: Bühnennebel, Vorhänge, fliegende Hexen und Lichteffekte. Der Bühnenumbau erfolgte direkt vor dem Publikum. Die Techniker wurden somit zu Darstellern und ernteten ebenfalls großen Beifall.


Ein klein bisschen schade war, dass aufgrund des voluminösen Klangs des Orchesters während des Umbaus die drei Protagonisten auf der Bühne nicht oder kaum zu verstehen waren. Dabei hätte sicherlich der eine oder andere Kommentar zum Schmunzeln angeregt.

Das Finale "Mach's gut, bis bald, auf Wiedersehen", bei dem alle mit einstimmen durften, war dann der große Höhepunkt. Ein Chor hunderter Kinder und dazu die pfiffigen Klänge des Orchesters - der Schlussapplaus und die Zugaberufe sind kaum zu überbieten gewesen. Und so hörte man beim Verlassen im Foyer ausschließlich Lob und Begeisterung und auch: "Bitte mehr davon!"

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