Brückenbau auf B 93 führt zu 35 Kilometer langer Umleitung

Die Bundesstraße wird in Kürze in Silberstraße gesperrt. Autofahrer werden Umwege in Kauf nehmen müssen. Auch der Busverkehr zwischen Zwickau und Aue ist betroffen.

Silberstraße.

Genau steht der Termin für den Beginn der Sanierung der Brücke über die Eisenbahnlinie im Wilkau-Haßlauer Ortsteil Silberstraße noch nicht fest. Im Landesamt für Straßenbau und Verkehr hofft man auf den 24. Februar. "Den Termin streben wir an, sicher ist er aber noch nicht", sagte Pressesprecherin Isabel Pfeiffer. Spätestens ab dem 1. März ist das 80 Meter lange Teilstück der Bundesstraße 93 voll gesperrt. Lediglich Fußgänger können die Baustelle dann noch passieren. Autofahrer müssen, sofern sie keine Schleichwege nutzen, für den Weg vom Landgasthof zur Kammgarnspinnerei, der normalerweise zu Fuß nicht mal eine Minute dauert, rund 35 Kilometer Umleitung in Kauf nehmen.

In Wilkau-Haßlau atmet man dagegen nicht nur im Rathaus auf. Die Umleitung ist so weiträumig angelegt, dass die Stadt wohl fast vollständig vom Umleitungsverkehr verschont bleibt. Damit bleibt wahrscheinlich auch der befürchtete Stau auf der Muldebrücke aus. Der Bau ist derweil überfällig. Bereits vor Jahren hatte das Landesamt Feuchtigkeit im Bogen der Gewölbebrücke festgestellt. Nach jahrzehntelanger Nutzung weist auch die Tragkonstruktion Schäden auf. Einzelne Teile sind bereits abgeplatzt. Einen kompletten Neubau wird es jedoch nicht geben. Zunächst waren verschiedene Varianten untersucht worden. "Die Brücke soll umgebaut und dabei der alte Gewölbebogen wieder verwendet werden", sagte Pfeiffer. Die Überbauplatte, quasi der Untergrund der Fahrbahn, muss ersetzt werden. Insgesamt wird das Landesamt rund 1,2 Millionen Euro in die Brückensanierung investieren. Bis Anfang Dezember sollen die Bauarbeiten dauern.

Während die B-93-Brücke saniert wird, will die Stadt eine nur 100 Meter entfernt stehende Brücke abreißen lassen. Die marode Heubrücke ist seit Jahren gesperrt. Daher setzt die Stadt, um Kosten zu sparen, auf die Tage, an denen die Bahnstrecke ohnehin gesperrt werden muss. Ob die alte Brücke tatsächlich der Abrissbirne zum Opfer fällt, steht allerdings noch nicht fest. "Das ist eine Frage des Preises", sagte Bürgermeister Stefan Feustel (CDU). In der kommenden Woche hat er dazu einen Gesprächstermin. "Wenn wir den Abriss bezahlen können, werden wir das umsetzen", sagte er. Feustel kann sich aber auch vorstellen, nur den Überbau entfernen zu lassen und die Mauern rechts und links zunächst stehen zu lassen.

Die Vollsperrung wirkt sich auch auf den Nahverkehr aus. Die Busse der Linie 137, Stadtlinie Wilkau-Haßlau, enden im Wohnpark Silberstraße, da es danach keine Wendemöglichkeit mehr gibt. Das gilt auch für die Linie 156, die nach einem Umleitungsfahrplan verkehrt. Von Richtung Weißbach endet die Linie 156 am Bahnhof Wiesenburg. Dort kann nach Zwickau in die Erzgebirgsbahn umgestiegen und in Wilkau-Haßlau die Buslinien 10 und 136 erreicht werden. Die Buslinie 360 Aue-Schneeberg-Zwickau und zurück fährt über Kirchberg.

Keine generellen Fahrplanänderungen sind bei der Erzgebirgsbahn vorgesehen. "Es kann zeitweise zur Sperrung eines Gleises der zweigleisigen Strecke kommen", sagte Sprecher Lutz Mehlhorn. Verspätungen einzelner Züge können dabei nicht ausgeschlossen werden.

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