Bürgermeister droht: "Ich rufe die Polizei"

Schreie, Pfiffe und lautes Lachen: Auf der Sitzung des Gemeinderates in Bad Schlema ging es drunter und drüber. 100 Besucher ließen ihrem Frust über die Asylpolitik freien Lauf.

Bad Schlema.

Es ist kurz nach 18.30 Uhr am Dienstagabend, als beim Bürgermeister von Bad Schlema die Nerven blank liegen: "Wenn Sie sich jetzt nicht an die Regeln halten, rufe ich die Polizei und lasse räumen", droht Jens Müller (Freie Wähler). Kurze Stille. Dann schallt ein lautes Lachen durch den Saal. "Der spinnt", ruft eine Frau.

Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates in Bad Schlema ging es bereits kurz nach dem Start wild durcheinander. Etwa 100 Besucher machten mit Buh-Rufen und Pfiffen ihrem Ärger über die Asylpolitik in Deutschland und der Gemeinde Luft. Bürgermeister Müller reagierte zornig und verbat sich die ständigen Zwischenrufe: "Das ist keine Einwohnerversammlung, sondern eine Gemeinderatssitzung."

Die Stimmung war bereits im Vorfeld der Veranstaltung aufgeheizt. NPD-Gemeinderat Stefan Hartung hatte für 17.30 Uhr zu einer Kundgebung vor das Rathaus geladen. Rund 100 Demonstranten folgten dem Ruf und protestierten mit "Merkel muss weg"-Schild gegen die "von oben angeordnete" Unterbringung von Flüchtlingen. Es gehe um Bad Schlema und seine Führung, sagte Hartung und forderte, den Kurort zu einem "stolzen Protestort" für Gäste zu machen, die ihren Urlaub "nicht in Islamabad" verbringen wollten.

Viele der Teilnehmer strömten im Anschluss mit ihren Fragen ins Rathaus. Doch um diese stellen zu können, mussten sie sich gedulden. Müller berichtete erst von aktuellen Projekten, dann waren die Räte an der Reihe. Das sorgte für Frust.

Für die Besucher stand vor allem eine Frage im Raum: Wie weiter mit den Flüchtlingen? Einige äußerten Ängste, etwa dass bald die Kriminalität steigen könnte. Andere forderten Gegenwehr. Eine Frau sagte: "Ich bin nicht rechtsradikal, aber die Flüchtlinge sind besser gekleidet als Deutsche." Ein Mann fragte, ob Müller glaubt, dass die Bundesregierung auf Grundlage des Grundgesetzes handelt. "Keine Antwort", erwiderte der Bürgermeister. "Ich sage zur Meinungsbildung nichts." Daraufhin stimmten Besucher den Gesang "Du kannst nach Hause gehen" an. Lautstarke Proteste gab es, als Müller auf die Frage eines Mannes, dessen Enkelin auf dem Schulweg im Kurort von Flüchtlingen angepöbelt worden sein soll, antwortete: Die Kinder könnten auch einen anderen Weg abseits der Turnhalle nutzen.

Gemeinderat Oliver Titzmann (Freie Wähler) versuchte schließlich die hitzige Debatte zu schlichten und erklärte seine Flüchtlingspolitik: "Wir sind nicht verantwortungslos, sondern versuchen mit dem Kreis Kompromisse zu finden." Zur Gegenwehr zu greifen, und die "Flüchtlinge mit Fackeln aus dem Ort zu treiben, ist für mich keine Option", sagte er. Hartung erwiderte: "Wir werden von der Obrigkeit verarscht. Das mache ich nicht mit."

Müller beschreibt den Abend als "beängstigend". "Es hatte den Anschein, dass die Stimmung kippt." Nur die Hälfte der 100 Besucher seien Bad Schlemaer gewesen, schätzt er und betont: Außer kleineren Vorfällen gebe es derzeit keine Probleme mit den rund 85 Ausländern im Ort. "Und die Asylbewerber leben bei uns nicht im Luxus." Der Protest sei Ausdruck der Angst vor dem Unbekannten.


Kommentar: Verpasste Chance

Der Ton in der Diskussion um Flüchtlinge wird aggressiver. Erschreckend dabei: Es scheinen nicht mal mehr die normalen Regeln des Anstands zu gelten. In Bad Schlema wurde reingeschrien und gepöbelt. Kritik muss sich auch der Bürgermeister gefallen lassen. Mit seinem Auftreten hat er die Stimmung teils angeheizt statt beruhigt. Letztlich zeigt die Debatte: Es gibt Redebedarf. Doch wieder wurde eine Chance vertan, sich sachlich auszutauschen.

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34Kommentare
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  • 2
    0
    kartracer
    20.08.2018

    Franzudo, was war denn in DER Zeitung so lange eingewickelt?

  • 5
    10
    franzudo2013
    19.08.2018

    Was will man von einem Bürgermeister erwarten, welcher die Selbständigkeit und die Selbstbestimmung seines Ortes aufgeben will ? Mit Aue zu fusionieren, bedeutet für immer und ewig 5. Rad am Wagen zu sein. Herr Müller verrät und verkauft die Interessen Bad Schlemas.

  • 6
    6
    thomasanders
    04.02.2016

    Bad Schlema: Bürgermeister droht seinen Bürgern: "Ich rufe die Polizei"
    Denn: "...Etwa 100 Besucher machten mit Buh-Rufen und Pfiffen ihrem Ärger über die Asylpolitik in Deutschland und der Gemeinde Luft." Bei der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates in Bernsbach haben die Einwohner ihrem Bürgermeister zugehört !

  • 16
    7
    Attila
    29.01.2016

    @MuellerF: »Eine Gemeinde KANN die grundsätzlichen Probleme, die "besorgte Bürger" mit dem Thema Asyl haben, gar nicht lösen, denn sie kann keine Bundesgesetze ändern, sondern MUSS sie UMSETZEN«

    Ein Bürgermeister ist ausschließlich seinen Bürgern verpflichtet und muß per se gar nichts umsetzen. Soll er sich einfach einmal kategorisch weigern und warten, was passiert. In der DDR sind die Leute reihenweise in den Knast gegangen, dasselbe kann man vom Anführer einer Gemeinde, von der er gewählt worden ist, auch erwarten.

  • 20
    10
    Borussiamg
    28.01.2016

    Wenn du Bürgermeister bist, willst du doch auch nur mit dem Arsch an die Wand kommen und dein Gehalt sichern, Bürgermeister haben hier schon lange nichts mehr zu sagen. Die können einem nur leid tun. Bei der kleinsten Kritik sind die doch auch genau so Nazis wie jeder andere der seine Meinung sagt. Das ist doch das einfachste, Nur wird es langsam langweilig alle als Nazis abzustempeln. Ihr müsst euch mal was anderes einfallen lassen.

  • 12
    14
    Erhard34
    28.01.2016

    Dieser BM Müller sollte sich mal klar machen, was demokratische Gepflogenheiten sind. Manche habe ihren Zonengang nie ablegen können!
    Ein BM der die große Politik vertritt, wie einst in der Zone, anstatt seine Wähler zu vertreten. Dieser Mann hat seine Glaubwürdigkeit verloren.

  • 9
    11
    cspangemann
    28.01.2016

    Sollten die Informationen zutreffend sein, hat sich in dieser Angelegenheit niemand mit Ruhm bekleckert. Trotzdem sollte sich jeder "Unruhestifter" darüber im Klaren sein, für wen er sich durch Unterstützung dieser Aktion inszenieren lassen hat. Das Erzgebirge hat damit wieder mal eine Botschaft zum Thema Frieden und Demokratie in die Welt gefunkt, welche in den Kassen der Region bald zu spüren sein wird. Wer jetzt denkt "Ist mir doch egal"... denkt bitte am besten ganz schnell weiter.

  • 13
    7
    TheBeastFromTheEast
    28.01.2016

    Was erwarten die hundert Besucher der Ratsversammlung denn vom Bürgermeister ? Der hat schlicht Gesetze und Gemeinderatsbeschlüsse umzusetzen. Über Asylgesetze wird im Bundestag entschieden - wer gegen den Inhalt dieser Gesetze ist, und wirklich etwas daran ändern will, kann mit Fug und Recht bei den Entscheidungsträgern seine Meinung artikulieren. Selbstredend auch mit einer (großen) Demonstration. Wenn Bürger sagen, eine bestimmte Politik sei nicht richtig, wäre es schön, wenn sie mitteilen könnten, was sie denn als richtige Politik empfänden. Selbstredend kann eine Politik nur richtig sein, wenn sie auch realisierbar ist. Darüber kann man reden, dafür und dagegen kann man argumentieren, auch streiten. Selbstverständlich hat ein Bürgermeister im Ratssaal u.a. das Hausrecht auszuüben. Daß dagegen ein Bürger nicht das Recht hat, eine Gemeinderatsitzung nachhaltig zu stören, oder im Rathaus rum zu brüllen, bedarf wohl keiner Erwähnung. Hätte der Bürgermeister da die - gegenüber anderen gern geforderte - "ganze Härte des Gesetzes" angewendet, hätte es für Einige wahrscheinlich ein böses Erwachen gegeben. Aber auch das ist nicht Sinn und Zweck von Kommunalpolitik und kommunaler Selbstverwaltung. Klar muß aber sein, daß eine politische Meinungsäußerung da ihre Grenze findet, wo es nur noch um verbale, persönliche Angriffe, und nicht mehr um die Sache geht.

  • 11
    4
    1953866
    28.01.2016

    @MuellerF, 10:52 Uhr schreiben Sie:" Statt an Lösungen mitzuwirken, torpedieren sie eine Gemeinderatssitzung- traurig, erbärmlich, widerlich!"
    um 13:54 Uhr: "Eine Gemeinde KANN die grundsätzlichen Probleme, die "besorgte Bürger" mit dem Thema Asyl haben, gar nicht lösen, denn sie kann keine Bundesgesetze ändern, sondern MUSS sie UMSETZEN,..."
    Wie sollen Bürger an Lösungen mitwirken, die die Gemeinde gar nicht lösen kann?

    Und jetzt um 15:34 ist das Fordern "einer geordnete(n, funktionierende Asyl- & Einwanderungspolitik zu fordern, nicht per se rassistisch oder rechtsradikal"
    Widerspruch, genau das war es bis vor kurzem, bzw. ist es noch!
    und"...um Angst, Vorurteile & Hass" Die Angst ist berechtigt, die Vorurteile bestätigen sich leider immer mehr, wobei das andere Frauenbild kein Vorurteil, sondern Fakt bei vielen Flüchtlingen ist, und der Hass, der geht in Richtung Berlin, weil viele Bürger der Meinung sind, eine Person bestimmt die Politik in Deutschland.
    Natürlich sind nicht alle Flüchtlinge kriminell, aber auch nicht alle lieb und nett. Nur wurde monatelang versucht uns die Schokoladenseiten (nicht rassistisch gemeint) zu präsentieren.
    Und auch hier war der Bürger der Böse, der das nicht so sah. Aber jetzt kommen langsam die Tatsachen ans Licht:
    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_76803570/kieler-polizei-verzichtet-auf-ermittlungen-gegen-fluechtlinge.html

  • 16
    3
    Nikalx
    28.01.2016

    Erst in einer Krisensituation erkennt man die wahre Qualität von Entscheidungsträgern. Der Bürgermeister von Schlema hat hier komplett versagt. Dennoch ist es unfair Kommunalvertreter für die falschen Entscheidungen der Bundesebene zu prügeln. Der Fisch stinkt vom Kopf her.

  • 16
    2
    kauzig
    28.01.2016

    "Angst, Vorurteile und Hass" rühren daher, dass die Menschen merken, dass etwas in der Gesellschaft nicht mehr funktioniert, was vor allem von Politik und Justiz "gesteuert" wird. Es wird über breite Massen wegentschieden, mit einem arroganten Selbstverständnis in der Art "der einfache Buerger versteht das sowieso nicht". Ein Beispiel sind die laschen Strafen für Kriminelle. Sie werden zum große n Teil von der Polizei gefangen um kurze Zeit später freigelassen zu werden oder vielleicht gar nicht erst festgenommen. Wie soll da noch jemand sicher fühlen in dem Land und genau das sind Dinge, die die Vorbehalte gegenüber der Asylpolitik noch verstärken!

  • 13
    12
    536666
    28.01.2016

    Liebe Bürger von Bad Schlema, müssen diese Auftritte in dieser Form sein ? Brauch man erst einen Aufruf von Herrn Hartung (NPD) um mit knapp 100 Leuten in der Gemeindesitzung auf den Tisch zu hauen. ? Muss man in Facebook in einer absolut Menschen verachtenden Weise über unseren Bürgermeister herziehen ? Glaubt ihr wirklich das er auch nur die geringste Chance hat diesen Zustand zu ändern ? Klar hätte man auch die Antwort auf die Frage zwecks der Enkelin etwas anders entgegnen können. Aber vor so einer aufgebrachten Menge, die vorher schon von NPD Mann Hartung so richtig in Stimmung gebracht wurde, sofort innerhalb von Sekunden die richtige Antwort zu haben, ist auch für einen Bürgermeister nicht einfach. Seid stolz auf unseren Ort, seit stolz auf das was WIR ALLE in SCHLEMA in den letzten Jahren erreicht haben. Machen wir uns nicht gemeinsam kaputt und reden sachlich miteinander. Es tut mir im Herzen weh, wie Menschen die sich für unsere Gemeinde einsetzen kaputt gemacht werden. Wir sind weit über 5000 Schlemaer und wohnen in einer der schönsten Gemeinden in Deutschland, da werden wir es wohl drauf haben die Anzahl der Asylsuchenden die in Schlema wohnen zu beherbergen. Gebt ihnen doch einfach mal eine Chance. Glück Auf ....

  • 7
    17
    MuellerF
    28.01.2016

    @1953866: eine geordnete, funktionierende Asyl- & Einwanderungspolitik zu fordern, ist nicht per se rassistisch oder rechtsradikal; jedoch sind es viele der derzeit populären "Argumente" & "Gründe" für diese Forderung(en)- da geht es nämlich nicht um Aspekte wie "gerechte Verteilung" oder finanzielle & logistische Machbarkeit, sondern um Angst, Vorurteile & Hass

  • 9
    5
    Denordeutsche
    28.01.2016

    @1953866 so ist es ,und nicht anders. Jedes Wort die reine Wahrheit ,ohne wenn und aber . ***++++

  • 19
    6
    kauzig
    28.01.2016

    Die Leute haben es einfach nur satt, wollen sich Luft verschaffen und suchen jemanden, der ihre Ansinnen auch vertritt. Eventuell sollten also solche Proteste von verantwortlichen Politikern aufgenommen und als Kritik an "höhere Stellen" weitergegeben werden und den Bürgern aufgrund der beschränkten Befugnisse auch so kommuniziert werden. Demokratie auf Basis von "Volksvertretern" - so funktioniert dieses demokratische System offenbar nun mal maßgeblich. Dann sollten Politiker die Bedenken ihrer Bürger im Rahmen ihrer Moeglichkeiten auf jeden Fall Ernst nehmen. Denn was soll Abwiegeln bringen außer vielleicht Frust? Aber zugegebenermaßen ist das Verstehen des Volkswillen in einer hitzigen Debatte wohl nicht immer einfach zu kommunizieren.

  • 19
    5
    1953866
    28.01.2016

    Gut erkannt MuellerF, und genau deshalb hat der Bürger langsam die Nase voll. Weil der Bürger jetzt mehr als sonst sieht, dass er kein Mitspracherecht hat, das alles, selbst mit Umgehung geltender Gesetze, von oben bestimmt wird. Wenn Sie meinen, der Bürger habe von den simplen politischen Tatsachen keine Ahnung, dann muss ich Sie aber enttäuschen. Der Bürger hat mittlerweile mehr Ahnung als manchem lieb ist, durchschaut diese "Demokratie" und muckt auf. Übrigens nicht ohne Wirkung. Die politischen Entscheidungsträger sehen sich zunehmend gezwungen die "abstrusen Forderungen von "Asylkritikern" zu berücksichtigen, wenn ich an die geplanten Asylverschärfung denke oder an Überlegungen der EU Flüchtlinge mit Fähren von Griechenland in die Türkei zurück zu schicken:
    http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_76802182/eu-plan-fluechtlinge-mit-faehren-zurueck-in-die-tuerkei.html

    Überlegungen für die vor kurzer Zeit noch "rassistisches rechtsradikales Gedankengut!" ein gängiger Begriff war!

  • 15
    9
    vitaminC
    28.01.2016

    Ich hoffe mal, das dieser Bürgermeister der die Interessen der heimischen Bürger ignoriert bald weg von der Bühne ist und eventuell verklagt wird.

  • 11
    15
    MuellerF
    28.01.2016

    @Beobachter2: Eine Gemeinde KANN die grundsätzlichen Probleme, die "besorgte Bürger" mit dem Thema Asyl haben, gar nicht lösen, denn sie kann keine Bundesgesetze ändern, sondern MUSS sie UMSETZEN, also u.a. Unterbringung zu ermöglichen. Oftmals merkt man a) an den Fragen & b) an den abstrusen Forderungen von "Asylkritikern", dass diese von solch simplen politischen Tatsachen keine Ahnung haben, dafür aber ganz schnell mit Sündenböcken (hier der OB) bei der Hand sind.

  • 22
    8
    geiluc
    28.01.2016

    sieht so aus, als müßten sich heute die asylklatscher besonders in szene setzen...kein wunder nach den falschen infos aus ihren reihen...peinlich

  • 18
    6
    geiluc
    28.01.2016

    was die besorgten bürger nicht verstehen..sind ständig lügen ,halbwahrheiten und schönreden, nein kein asylant in paris dabei,nein auch keiner in köln,und vorn lageso muß sogar gestorben werden...

  • 12
    27
    Schinderhannes
    28.01.2016

    @ "Bonsay":

    Ich habe zwei Lösungsvorschläge für Sie:

    1. Sie lassen sich bei den nächsten Kommunalwahlen für eine demokratische Partei als Kandidat aufstellen und wenn Sie gewählt werden, machen Sie alles besser. Auch als Kandidat für das Bürgermeisteramt steht Ihnen das offen. So können Sie sich in die Gesellschaft einbringen.

    2. Sie wandern (ich meine nicht fliehen!) in den Sudan aus. Vielleicht ist dieser Landstrich das Land Ihrer Träume.

  • 14
    26
    Blackadder
    28.01.2016

    @MuellerF: Ich bin selbst in Chemnitz schon von Flüchtlingen (der besorgte Bürger würde wohl sagen: nordafrikanisches Aussehen) angesprochen worden auf Englisch. Es ging nur um eine Anfrage, ich habe auf Englisch geantwortet, er hat sich bedankt, alles gut.

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass sich viele besorgte Bürger, die es eben nicht verstehen, schon durch sowas "angepöbelt" oder "belästigt" fühlen. Wie sage ich immer meinen Kindern: Fremdsprachen lernen schadet NIE!

  • 6
    23
    ommi22
    28.01.2016

    Leider ist die NPD noch keine verbotene Partei.
    Auch benimmt man sich bei einer solchen Veranstaltung anders , auch wenn man ,zu Recht , aufgebracht ist. Pöpeleien führen zu nichts.
    Sollte der Herr Bürgermeister wirklich dem Großvater diese Antwort gegeben haben,wäre es eine Unverschämtheit.Ich kann mir so eine Entgleisungen kaum vorstellen , da Bad Schlema einen Ruf zu verlieren hat.Viele Kurgäste könnten meinen die Sicherheit kommt nach dem Wohl der "Nichtkurgäste".

  • 23
    4
    Beobachter2
    28.01.2016

    Für Abläufe und Verhaltensregeln in einer Gemeinderatssitzung gibt es eine eindeutige Vorschrift, die sächsische Gemeindeordnung. Und man sollte sich tatsächlich an diese halten, da sonst jede Sitzung 3 Tage dauert und keine Ergebnisse produziert. Das weiß man, wenn man regelmäßig sein Recht (eigentlich auch Pflicht) wahrnimmt, und die öffentliche GR Sitzung besucht.
    Verwunderlich ist, dass hier der Bürger Lösungsvorschläge in Asylfragen bringen soll. Da muss man schon darauf verweisen, dass das Aufgabe der Gemeinde ist!!!
    Und wenn doch Vorschläge gemacht werden, wie in Johanngeorgenstadt oder Beierfeld, werden diese ignoriert oder schlimmer noch die Leute, selbst der Gemeinderat, verarscht.
    Auch wenn ich Tumulte und Pöbeleien aus der unteren Schublade strickt ablehne, muss ich doch feststellen, dass diese momentan erschreckender Weise die einzige Möglichkeit sind , um sich bei unseren selbstverliebten Führungskräften in Bund, Land und Gemeinde Aufmerksamkeit und Gehör zu verschaffen.
    Die andauernde Ignoranz des Volksempfindens führt zur Zerrüttung des Gesellschaft und wird in naher Zukunft die öffentliche Ordnung gefährden. Wer dieses in Kauf nimmt oder mit Beschwichtigungsmaßnahmen wie schnellere Abschiebung für kriminelle Ausländer (was nie und nimmer umgesetzt wird) reagiert, gehört nicht in ein öffentliches Amt.
    Wie schon der Bürgermeister sagte , die Stimmung kippt. ...... Es ist 5 vor 12.

  • 17
    24
    Gast001
    28.01.2016

    Solche hetzende Subjekte wie der Herr Hartung gehören aus dem Land gejagt und jeder Mitläufer gleich mit!
    Wer sich nicht an Regeln halten kann und will, dem ist jegliches Bleiberecht abzusprechen oder wünscht sich irgend jemand mit gesundem Menschenverstand freiwillig die Zeiten von Angst und Verfolgung der NS-Zeit zuück? Wenn solche Menschen an die Macht kommen na dann gute Nacht Deutschland.

    Ohne die jetzigen Krisen wären NPD und AFD schon längst in der Versenkung verschwunden. Das wäre doch wirklich schön...

  • 19
    12
    gelöschter Nutzer
    28.01.2016

    @Bonsay:"NORMALE Bürger" machen sich nicht mit Rechtsradikalen wie Hartung gemein. Und das hat gar nichts damit zu tun, ob man die Flüchtlingspolitik nun gut oder schlecht findet.
    Es hat sich mal wieder bewiesen, dass der Pöbel seinen Namen zu recht trägt.

  • 13
    23
    MuellerF
    28.01.2016

    @HerrLaus: WAS GENAU heißt denn "belästigt" bzw. "angepöbelt", das hat der Oppa ja völlig offengelassen, insofern ist dieser Vorwurf absolut substanzlos und klingt nebenbei bemerkt reichlich schablonenhaft, wie meistens, wenn es Vorwürfe gegen Flüchtlinge gibt. Eine simple BEHAUPTUNG, bei der "das Opfer" am besten Frau oder Kind ist, reicht aus, um die "Volksseele" zum kochen zu bringen.

  • 16
    8
    Interessierte
    28.01.2016

    Es ist schon übelst , was diese Problem für Ausmaße nimmt !
    Hier wird das eigene Volk nieder gemacht , du hast keine Rechte mehr !

    Einige äußerten Ängste, etwa dass bald die Kriminalität steigen könnte.
    ( das , was jetzt los ist , reicht an sich schon ...

    Ein Mann fragte, ob Müller glaubt, dass die Bundesregierung auf Grundlage des Grundgesetzes handelt ...
    ( wohl nicht ...

    Da gibt es den § 18 Abs.2
    Und einen Artikel 16 Abs.2
    Was immer da drin steht .......
    Kam gerade in - Fakt ist ...
    Und in - Hart aber Fair

    Die Kinder könnten auch einen anderen Weg abseits der Turnhalle nutzen.
    ( dort laufen wohl keine Flüchtlinge ?

    Flüchtlinge mit Fackeln aus dem Ort zu treiben, ist für mich keine Option"
    ( diese Äußerung ist ja übelst ...

    Wer ist denn dieser Gemeinderat Oliver Titzmann

  • 14
    14
    gelöschter Nutzer
    28.01.2016

    "geiluc: schau an..bürgermeister gegen seine wähler...das geht nicht lange mehr gut..."

    Wenn die Wähler so simpel sind. Was soll er machen? Da kann er nur noch räumen lassen. Finde ich richtig.

  • 26
    10
    MarcoII
    28.01.2016

    100 Deutsche, die sich zu Pöbeleien unterster Schublade aufstacheln lassen, zumal von einem NPD-Mitglied, finde ich ebenso beängstigend und ähnlich fehl in diesem Land wie 100 pöbelnde Asylsuchende.

  • 35
    12
    Bonsay
    28.01.2016

    Was sollen Lösungsvorschläge vom Volk , wenn die entscheidungskraft eh beim Staat liegt ! Es werden Petitionen eingereicht mit tausenden von Unterschriften und niedergeschmettert !
    Erklären Sie mir es Herr MuellerF !!!
    Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit ! Der Bürger hat es in der Hand mit Wahlen!
    Der NORMALE Bürger hat einfach keine Möglichkeit sich gegen gewisse Gesetze zu wehren , vernünftig wie sie es bezeichnen !
    Zeigen Sie mir es auf ! Erklären Sie mir die Lösung! Ich sehe in Ihrem Post keinen einzigen Lösungsansatz!

  • 37
    15
    HerrLausO
    28.01.2016

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da hat ein Großvater Angst um seine Enkelin ,welche auf dem Schulweg belästigt wurde und erhält so eine unverschämte Antwort! Haben Sie überhaupt noch ein bisschen Anstand, Herr Müller? Was muss erst noch passieren, bis es der letzte begreift was sich in diesem Land abspielt? Volksvertreter=Volksverräter

  • 21
    38
    MuellerF
    28.01.2016

    Und wieder zeigt sich, dass es den "besorgten Bürgern" nicht um Lösungen geht, schon gar nicht um vernünftige, sondern ums "Dampf ablassen". Statt an Lösungen mitzuwirken, torpedieren sie eine Gemeinderatssitzung- traurig, erbärmlich, widerlich!

  • 28
    14
    geiluc
    28.01.2016

    schau an..bürgermeister gegen seine wähler...das geht nicht lange mehr gut...



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