Diesmal im Erzgebirge: Streit um einen Maschendrahtzaun

Der Prinz von Schönburg-Hartenstein hat die Wasserwerke Westerzgebirge verklagt. Es geht um Schafe, um Geld und wohl auch um verletzten Stolz.

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1919 Kommentare
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    Gebirger
    02.10.2020

    Zitat Freie Presse:
    Für Verstimmungen im Vorfeld sorgten Sanierungsarbeiten, die der ZWW vor circa fünf Jahren am undicht gewordenen Hochbehälter vorgenommen hatte. Weder der Prinz noch sein Förster seien gefragt worden.

    Muss man jetzt schon den Prinzen und dessen Förster Fragen, wenn man sauberes Wasser für die Bevölkerung bereitstellt?

    Unglaublich...

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    Gebirger
    02.10.2020

    Wem gehört das Wasser?
    Wasser ist auf der ganzen Welt ein kostbares Gut. In Deutschland ist zwar ausreichend davon vorhanden, dennoch müssen für die nachhaltige Nutzung und den Schutz der Wasserressourcen die Eigentumsverhältnisse klar sein. Seit Inkrafttreten des WHG sind wichtige Fragen des Eigentums ausdrücklich geregelt. Die so genannte fließende Welle, also das Wasser von fließenden oberirdischen Gewässern, und das Grundwasser sind nicht eigentumsfähig. Den Eigentümern und Nutzungsberechtigten von Grundstücken und Gewässern können die zuständigen Behörden unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit verschiedene Duldungs- oder Gestattungspflichten auferlegen, um Maßnahmen durchzusetzen, die dem Gewässerschutz dienen. Bei unzumutbaren Beeinträchtigungen des Eigentums haben die Betroffenen Anspruch auf Entschädigung.
    Quelle www.bmu.de

    Wer aus der Nutzung für Trinkwasser privat Profit schöpfen möchte, gehört für mich menschlich in die unterste Schublade.
    Rechtlich hoffe ich nur, dass der Staat auf geltentes Recht besteht.
    Einfach widerlich, aus einem Jedermannsrecht Profit schöpfen zu wollen, eklig...
    Dabei sollte man bedenken, wie sich die Herrscher der vergangenen Jahrhunderte ihre Besitztümer angeeignet haben.

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    RingsOfSaturn
    02.10.2020

    @XRayNights: Danke für die Info!

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    Bemende
    02.10.2020

    Das ist eben KAPITALISMUS

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    XRayNights
    02.10.2020

    Die Bodenrichtwerte kann jeder in Sachsen einsehen und zwar hier:
    https://www.boris.sachsen.de/bodenrichtwerte-aktuell-4032.html

    Für die betreffende Fläche werden da die angebotenen 0,97€/m² ausgewiesen, der Acker nebenan kostet 0,93€/m² und der Wald zwischen 0,23€/m² und 0,53 €/m². Davon sind die gewünschten 5€ weit entfernt. Es handelt sich ja nicht um Baugrund, der zwischen 18 €/m² und 31€/m² wert ist.

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    Haus9
    02.10.2020

    Da sieht man wieder mal die Geldgier des Adels.

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    Interessierte
    02.10.2020

    Das ist ´dieser` Maschendrahtzaun ???

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    JohannesMatthes
    02.10.2020

    Der ZWW kauft 5000 m² Grundstück zu einem Preis von 25.000,00 € und der ZWW ist Eigentümer der Trinkwasseranlage.
    Heute kostet ein ha Ackerland 45.000,00 € bei steigenden Preisen.
    Umgerechnet sind das 1,25 € pro Bürger im Verbandsgebiet wass sich mit einer Erhöhung um vielleicht 10 Cent zu der jählichen Grundgebühr umlegen lässt!
    So einfach ist das, dazu muss man sich vor Gericht nicht streiten, was ebenfalls wieder Kosten verursacht.

  • 16
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    Gebirger
    01.10.2020

    Man höre und staune: Der Prinz möchte die Wasserquelle des Volkes nur für viel Geld veräußern.
    Geschichtsbücher lesen. So war es schon damals. Die Herrscher beuten das Volk aus. Deutschland 2020.

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    harzruessler1911
    01.10.2020

    @ Deluxe

    Ich widerspreche mal insoweit, dass ich mich nicht in der Marktdenke für gefangen halte, sondern in der Rechtsdenke ( juristisch-bevor das falsch ausgelegt wird) .

    Auch wenn ich nat. weiß, dass Justizia nicht auf die Art blind ist wie sie es sein sollte, werden ich mir mein Rechtsempfinden behalten.
    Ich bin nun mal der Meinung, dass jeder Bürger in Deutschland das Rechtssystem auch in Anspruch nehmen darf , völlig unabhängig von seiner wirtschaftlichen Situation, Religion, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, Namenstiteln oder seiner politischen Gesinnung.
    Wünschen würde ich mir aber, dass z.B. eine gute Verteidigung / Rechtsprechung weniger vom Geldbeutel oder wie präsent der Fall in öffentlichen ( Medien) oder staatlichen Interesse liegt, abhängig ist.

    Für jeden Grundstückseigentümer oder auch Käufer ist es nun einmal nicht irrelevant, was sein Grund wert ist. Und ehrlich gesagt, wenn man Grund nicht unter 5€ in der Gegend bekommt, dann sind nicht mal 20% Angebotspreis einfach nur lächerlich, um nicht zu sagen veraxxxxx.

    zitiere:
    ""Das muß ja nicht gleich in eine Enteignung ausarten. ""

    Da gebe ich Dir recht. Aber wenn ich meinen Grund nicht so nutzen kann wie ich es möchte, weil da plötzlich ein Zaun drum rum ist, ist es nicht mehr weit weg davon. Erinnert mich irgendwie an Hausbesetzung.

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    harzruessler1911
    01.10.2020

    @Napp
    Danke für die Info. Sehe ich dann genauso, dass es sich um einen plausiblen Preis handelt.

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    Deluxe
    01.10.2020

    @harzruessler:
    Sie sind komplett in der Markt-Denke gefangen, will mir scheinen.

    Es ist völlig irrelevant, was der Quadratmeter Boden dort im Wald wert ist. Es geht um die Nutzung zur Wasserversorgung der Bevölkerung - das hat nichts mit Gewerbe zu tun, sondern mit elementarer Daseinsvorsorge.

    Das muß ja nicht gleich in eine Enteignung ausarten - aber ein bißchen sollte man die Kirche schon im Dorf lassen.

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    RingsOfSaturn
    01.10.2020

    @Deluxe: einige hier mögen Böhmermann ja nicht, ich weis nicht ob sie dazugehören, aber ihr Beitrag hat mich spontan dran erinnert:

    https://m.youtube.com/watch?v=kFZKaXi7HyM

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    Napp
    01.10.2020

    Ich habe neulich Grundstücke recherchiert, als Geldanlage. Auch in abgelegenen Gebieten, Außengebiet oder Naturschutz, bekommen sie für unter 5 Euro nichts. Der Preis ist plausibel, zumal offensichtlich verhandelbar. Und die Foristen sollten sich überlegen, jemanden allein wegen seines Namens (Adelstitel gibt es in DE nicht) zu verunglimpfen. Ich hatte mal einen Kollegen mit Namen beginnend "Graf von". Der besaß ?icht einmal ein Eigenheim.

  • 31
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    Hankman
    01.10.2020

    Leute, Leute, noch mal ganz klar: "Der Prinz von Schönburg-Hartenstein" ist falsch. Die Adelstitel sind seit 1919 abgeschafft. Frühere Adelstitel können als Bestandteil des Namens verwendet werden, aber die Titel selbst gibt es nicht mehr. Richtig ist also: "Alfred Prinz von Schönburg-Hartenstein". Aber "der Prinz" ist Quatsch. Was die einstigen Blaublüter und Träger großer Namen untereinander machen und wie sie das Ganze sehen, ist ihre Sache. Rechtlich und nach außen sind ihre Titel aber ohne Bedeutung und sollten auch nicht verwendet werden.

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    harzruessler1911
    01.10.2020

    Lassen wir doch mal kurz weg, dass der Kläger (denke nämlich damit hat das nichts zu tun) einen Titel trägt.

    Mir kommen 80 Cent auch sehr wenig vor.
    Wie ist denn der Grund nun einzustufen, als gewerblicher Grund oder landwirtschaftlicher. Denke mal dass es dabei schon einen Preisunterschiede gibt.

    Ich würde ihn, da Nutzung durch Wasserwerk als "Schutzgrund". gewerblich einstufen.
    Kostet in der Gegend gewerblicher Grund, würde ihn einer von uns kaufen wirklich nur 80 Cent oder jetzt angebotene 97 Cent pro qm?

    Weiß das jemand von Euch? Frage ist ernst gemeint, da ich es nicht weiß.

  • 39
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    Deluxe
    01.10.2020

    Wenn ich schon "Prinz von und zu" lese, kommt mir die Galle hoch - mit Verlaub.

    Da waren wir schonmal viel weiter! Diese Leute hatten hier mal eine Zeitlang absolut nichts mehr zu melden und das war auch gut so.
    Schade, daß die Geschichtsrevisionisten dieses Rad wieder in die andere Richtung drehen konnten.

    Eine von vielen Folgen der Kohl'schen Politik "Rückgabe vor Entschädigung". Und in meinen Augen keine gute...

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    Freigeist14
    01.10.2020

    Willkommen im Jahr 2020 . Seit 1918 sind Adelstitel abgeschafft und nur noch Teil des Namens . Dünkel ist nicht mehr zeitgemäß .

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    ernstel1973
    01.10.2020

    ... eigentlich kann man sich nach 'Prinz von Schönburg-Hartenstein' das Weiterlesen sparen. Es kann nur um Gier, Geld und dümmliche Eitelkeiten gehen.