Drei Tage Spaß an der Route 169

Das Seifenkistenrennen entwickelte sich zum Höhepunkt des ersten Gewerbegebietsfestes in Stützengrün. Aber auch Drumherum gaben die Veranstalter Gas.

Noch mal fix auftanken! Beim Team Motoflex aus dem Stützengrüner Ortsteil Neulehn wusste man Prioritäten zu setzen.
Klobürstenwerfen mit dem Nachwuchs der Bürstenmachergemeinde.
Beim Seifenkistenrennen trat auch das Team Baumi vom Autohaus Baumgärtel in Stützengrün an. Die Feuerwehrkiste war bemannt mit Paul und Emil (verdeckt) Baumgärtel.

Von Ulli Richter

Die Organisatoren des ersten Route-169-Festes in Stützengrün waren im Vorfeld unsicher, ob ihr Fest angenommen wird. Doch die Bedenken zerstreuten sich bereits am Freitagabend: Schnell füllte sich das Zelt im Gewerbegebiet mit 600 Besuchern. Die Theatergruppe der "Erzgebirgischen Hutzenleit" ließ einen Eitelkeiten-Wettstreit zwischen vornehmer Dame und Bauernweib humorvoll eskalieren. Der Tanzabend danach erfüllte bis zwei Uhr morgens die Musikwünsche von Jung und Alt.

Bei perfektem Spätsommerwetter tummelten sich am Samstag etwa 1000 Gäste auf dem Wiesengelände. Sie fanden teilweise ausgefallene Beschäftigungen: Unter anderem Wasserspiele und Streichelzoo für die Kleinsten, Elektroautos für Kinder oder Dreh-Kletterwand und Segway-Parcours für Jugendliche.

Wer sich für Feuerwehr- oder Polizeitechnik interessierte, kam ebenso auf seine Kosten wie Freunde historischer Fahrzeuge. Geduldiges Schlangestehen wurde mit Bauchkribbeln und traumhafter Aussicht beim 60-Meter-Kranflug belohnt. Zusätzliche Abwechslung boten musikalisch-sportliche Darbietungen vom örtlichen Kindergarten, der Schule, der Tanzschule "Citydance" und dem Turnverein Hundshübel.

Zum absoluten Höhepunkt wurde das Seifenkistenrennen. Zuschauerreihen am gesamten 400-Meter-Kurs schufen die perfekte Kulisse für 15 Piloten, die mit unterschiedlichsten Gefährten an den Start gingen: Von der getunten Europalette über Feuerwehr-Leiterwagen bis zum mit farbigen Nebelkerzen bestückten Edel-Gefährt aus Ölfässern reichte das Spektrum.

Mehrere Schikanen aus Strohballen wurden wahlweise mit Fahrgeschick oder durchschlagender Kraft überwunden. Schnellster der Junioren-Wertung war Nico Bock mit 1:05 Minuten. In der offenen Klasse fuhr Robert Friedrich 47:42 Sekunden Gesamtbestzeit. In der Wertung der "coolsten Karre" überzeugte Elias Eichlers hölzerne Seifenkiste.

Mit der untergehenden Sonne legte sich Ruhe über die Feiernden - die Ruhe vor dem Sturm. Bei ausverkauftem Haus ließ "OB live" bis 3 Uhr die Stimmung kochen. Besinnlich startete am Sonntagmorgen der gemeindeübergreifende Familiengottesdienst. Mit modern begleiteten Liedern, Anspiel und Ansprache verdeutlichten 70 mitwirkende Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Thema "Durst nach Leben".

Das "Harmonic Sound Orchestra" erntete zum Frühschoppen großen Applaus, weil die Gruppe selbst Rocksongs wie "nothing else matters" mit Akkordeons eindrucksvoll umsetzte. Stellvertretend für das siebenköpfige Organisatorenteam resümierte Viola Bock: "Die positive Resonanz lässt uns alle Anstrengungen vergessen. Es war eine klasse Teamarbeit unserer 100 Mitstreiter!"

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