Ensemble trifft seit 40 Jahren richtigen Ton

Ein runder Geburtstag ist ein besonderer Anlass zum Feiern. Und deshalb laden die Original Grünhainer Jagdhornbläser zu einem Festkonzert ein - in die Kirche der Klosterstadt.

Grünhain.

Mit den Fürst-Pless-Hörnern, mit denen man lediglich Signale blasen kann, hat vor nunmehr 40 Jahren die Geschichte der Original Grünhainer Jagdhornbläser begonnen. Der runde Geburtstag bietet Anlass für einen Blick zurück, und auch für ein Konzert.

Recht bald nach den Anfängen stiegen die Jagdhornbläser auf Fürst- Pless-Maschinenhörner um. Die sehen zwar wie ein normales Horn aus, haben aber Ventile und bieten so die Möglichkeit, die ganze Tonleiter zu spielen. Schleichend war der Übergang zu den Oktavhörnern. Diese Instrumente bedienen die tieferen Stimmen. Damit hat das Ensemble die Möglichkeit, ein breites musikalisches Repertoire zu pflegen. "Wir können jetzt jede Bläserliteratur blasen", sagt Jürgen Gräßler, der musikalische Leiter der Jagdhornbläser. Natürlich spielen sie beim Festkonzert am Montag in der St.-Nicolai-Kirche das Repertoire, das man von ihnen erwartet. Doch auch ein paar Besonderheiten stehen auf dem Programmblatt.

So wird der Grünhainer Jägermarsch von Max Baumann zu Gehör gebracht. "Dieser Marsch ist erst 2011 entstanden. Ein Trompeter und Komponist aus Bayern hat ihn für uns geschrieben." Ein weiterer Höhepunkt ist das Jagdhornquartett von Horst Häupl, dem ehemaligen Chef im Elmo-Blasorchester Grünhain, der auch als Musikschuldirektor in Hohenstein-Ernstthal wirkte. "Das Quartett hat er uns vor zwei Jahren gegeben", so Gräßler. Es besteht aus den Sätzen "Auf zur Jagd", "Waldandacht" und "Jägerfest".

Damit das 19 Uhr beginnende Festkonzert ein Erfolg wird, wurde in den vergangenen Wochen sehr viel geübt. "Wir proben im Ausstellungsraum der Tischlerei Abendroth in Waschleithe", erklärt Jürgen Gräßler. Er ist zwar kein Gründungsmitglied der Original Grünhainer Jagdhornbläser, gehört aber bereits seit 38 Jahren zum Ensemble. Zwei Jahre nach Gründung stieß er hinzu und hat seither die musikalische Leitung inne. Hans Ficker, Gunter Mertens und Wolfram Berg hatten sich 1979 sich als Bläser zusammengeschlossen. Doch schnell merkten sie, dass sie Verstärkung benötigen. Also holten sie sich ein Jahr später zwei Musiker aus dem Grünhainer Posaunenchor dazu. "Unsere ersten Auftritte hatten wir bei Jägern, zu Hubertusfeiern und zur Jagd", erzählt Gräßler. Bekannt sind die Original Grünhainer Jagdhornbläser vor allem durch die Hubertusmesse, die sie alljährlich im Oktober und November spielen. Am 27. Oktober wird sie 9 Uhr in der katholischen Kirche in Schwarzenberg erklingen. Am Hubertustag selbst, am 3. November, wird sie vom Ensemble zweimal gespielt: In der Kirche St. Wolfgang in Schneeberg ist sie ab 10.30 Uhr zu hören, 18 Uhr steht die Hubertusfeier im Klostergelände in Grünhain auf dem Programm.

Eine große Stärke des Ensembles ist es, dass es sich immer wieder verjüngt hat. Mit Elisa Gäbelein, Christian Ullmann und Sebastian Wäntig haben sich drei junge Musiker den Jagdhornbläsern angeschlossen. "Sebastian ist seit 2016 dabei. Sein damaliger Lehrer hat ihn empfohlen", sagt Gräßler. Es sei einfach wichtig, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiter zu entwickeln und dem Nachwuchs eine Chance zu geben.

Das Festkonzert der Original Grünhainer Jagdhornbläser findet am Montag, 21. Oktober, ab 19 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche zu Grünhain statt. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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