Erneut schwerer Unfall auf Auer Autobahnzubringer

Nach der Karambolage mit einem Tesla im Juni hat es auf der Trasse wieder gekracht. Diesmal scheint die Unfallursache aber klar zu sein.

Aue-Bad Schlema.

Ein Auto steht stark beschädigt am Straßenrand, ein anderes steckt im Seitengraben fest. Es sind Bilder, die Erinnerungen an den schweren Unfall vom 21.Juni wecken, als auf dem Auer Zubringer (S255) drei Frauen ihr Leben verloren. Nun hat es am Donnerstag erneut auf der Trasse gekracht.

Laut Polizei war gegen 20 Uhr ein Peugeot (Fahrer: 18), der in Richtung Aue unterwegs war, in einer Kurve ins Schleudern geraten und mit einem entgegenkommenden VW kollidiert. Der VW landete im Graben; dessen 50-jähriger Fahrer verletzte sich schwer. Der Peugeot-Fahrer und seine Mitfahrerin erlitten bei der Karambolage leichte Verletzungen.

Laut Polizei stand der Peugeot-Fahrer zum Unfallzeitpunkt unter Drogeneinfluss. Ein erster Test habe positiv auf Cannabis reagiert. Für den Fahrer folgte deshalb eine Blutentnahme. Außerdem musste er seinen Führerschein abgeben und erhielt eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

Der Auer Zubringer ist immer wieder Schauplatz schwerer Unfälle. So waren im Januar bei einem Frontalzusammenstoß eines Pkw und eines Kleintransporters auf der Talbrücke sieben Menschen verletzt worden, mehrere davon schwer. Bei der tödlichen Kollision im Juni - nur etwa 200 bis 300 Meter von der Unfallstelle am Donnerstag entfernt - war dann ein Tesla, der in Richtung Aue fuhr, in den Gegenverkehr geraten und frontal mit einem Seat zusammengestoßen. Für die drei Passagiere in dem Seat kam jede Hilfe zu spät. Die Tesla-Fahrerin sowie zwei mitfahrende Kinder erlitten leichte Verletzungen. Geschätzter Schaden laut Polizei: rund 60.000 Euro.

Der Unfall hatte in den vergangenen Wochen über die Region hinaus Schlagzeilen gemacht. Auch weil sich die Bergung des Tesla schwierig gestaltete. Da bei Akkus von Elektrofahrzeugen die Gefahr der Selbstentzündung besteht, musste der Wagen von einer Spezialfirma in einem sogenannten Hochvolt-Container abtransportiert werden.

Gegen die 30-jährige Tesla-Fahrerin wird inzwischen wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Wie genau es zu der Karambolage kommen konnte, prüfen aktuell immer noch Polizei und Staatsanwaltschaft. (mit nikm)

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