Erste Bewohner kehren in Behindertenheim zurück

Bei dem Feuer in Vejprty waren acht Menschen gestorben - Sanierung brachte Verbesserungen beim Brandschutz

Vejprty/Bärenstein.

Knapp drei Monate nach dem verheerenden Brand in einem tschechischen Behindertenheim nahe der deutschen Grenze sind die ersten Bewohner zurückgekehrt. Es handele sich dabei um 13 Menschen im Erwachsenenalter, sagte der Leiter der Sozialverwaltung in Vejprty/Weipert, Viktor Kolacek, am Dienstag. Sie seien in Wohnräumen im Erdgeschoss untergebracht. Bis Ende Juni werde auch der Rest des Hauses saniert sein. Im Zuge der Arbeiten werden in allen Räumlichkeiten Rauchmelder und auf den Gängen selbstschließende Brandschutztüren installiert, so Viktor Kolacek weiter. Nach seinen Plänen sollen schrittweise auch die übrigen Behinderten- und Altersheime der Stadt diesbezüglich nachgerüstet werden.

Das Feuer war am frühen Morgen des 19. Januar dieses Jahres in einem Gemeinschaftsraum des Heims ausgebrochen und verbreitete sich schnell in weitere Räume. Acht Bewohner des Heims für Menschen mit geistigen Behinderungen starben. Rund 30 weitere Personen wurden verletzt, vier davon schwer. Die Polizei ermittelt weiter zur Ursache des Brandes. Der Verdacht lautet auf fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit, was in Tschechien mit bis zu acht Jahren Haft bestraft werden kann. Die Katastrophe im Nachbarland hatte eine Diskussion über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Rettungskräften hervorgerufen. Die Bärensteiner Wehr wurde beispielsweise trotz unmittelbarer Nachbarschaft nicht alarmiert. (dpa/oha)


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