Erzgebirgsstadion fällt bei Veggie-Test durch

Die Tierrechtsorganisation Peta hat das kulinarische Angebot für Veganer in Fußballarenen unter die Lupe genommen. Aue landete im Tabellenkeller. Für den Gastro-Chef kein Grund zur Aufregung.

Aue.

Echte Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Nur: Für Fans des FC Erzgebirge Aue, die sich vegan ernähren, also auf tierische Produkte verzichten, ist die Essensauswahl im Auer Erzgebirgsstadion bislang eher begrenzt. Zu diesem Urteil kommt jetzt zumindest die Tierrechtsorganisation Peta, die in einem Test das vegan-freundlichste Fußballstadion 2019 gesucht hat.

Drei vegane Snacks - Brezeln, Pommes und Nudeln mit Ketchup - gebe es für die Halbzeitpausenstärkung zur Auswahl. Viel zu wenig, finden die Tierschützer. "Um auch vegan-essende Fans glücklich zu machen und in der nächsten Saison zu punkten", müsse sich der FC Erzgebirge Aue in Zukunft breiter aufstellen, sagt Peta-Sprecherin Carolin von Schmude.


In der Untersuchung, an der sich 24 Vereine der 1. und 2. Bundesliga beteiligt haben, landete die Auer Fußballarena nur im Tabellenkeller - auf Platz 17. Den ersten Platz belegte die Veltins-Arena des FC Schalke 04. Veganer, sagt von Schmude, würden hier beispielsweise mit Linsenravioli, veganer Lahmacun und Grillgemüse-Wraps "beglückt".

Für den Gastro-Chef im Erzgebirgsstadion ist das eher magere Abschneiden bei dem Veggie-Test kein Grund zur Aufregung. Marcel Grimpe leitet die Firma Veilchen Catering, die für das gastronomische Angebot in der Arena zuständig ist. Er erklärt: "Ich sehe das wirklich ganz gelassen." Denn bei Auer Fußballfans seien vegane Produkte schlicht wenig gefragt.

"Wir verkaufen pro Spiel vielleicht einmal Nudeln mit Ketchup", sagt Marcel Grimpe. Die Variante mit Wurstgulasch sei hingegen ein echter Renner. Auch Brezeln und Pommes würden "eher schlecht" angenommen. "Deshalb brauchen wir nicht noch ein weiteres veganes Produkt anzubieten."

Während Peta nun mahnt, mehr vegane Produkte in den Stadien zu verkaufen, weil der Fleischkonsum "dramatische Folgen" für Mensch, Tier und Klima habe, sagt Gastro-Chef Grimpe: "Bei uns hat sich noch kein Anhänger beschwert und mehr veganes Essen gefordert."

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3Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    0
    Tauchsieder
    08.06.2019

    Ach was!
    Da wäre doch sicherlich was zu machen. Mindestens 100 x 50 Meter saftiger, grüner Rasen. Da hätte selbst ich schon ein paar köstliche Ideen.

  • 0
    6
    Vogtlander3110
    08.06.2019

    Der Küchencheff wirds schon noch merken, wenn er bissl nachdenkt. Bei manchen dauerts halt bissl länger.

  • 16
    2
    Pelz
    08.06.2019

    Wenn man sonst keine Sorgen hat....



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