Fans fasziniert: Bauteile passen auf den Millimeter genau

Blick ins Stadion: Hans Wackerhagen und Bernd Frank verfolgen täglich die Bauarbeiten. Mittlerweile haben sie sogar Sitzplätze.

Aue.

Diesen beiden Fans entgeht fast nichts, was im Erzgebirgsstadion in Aue passiert. Hans Wackerhagen und Bernd Frank sind täglich im Lößnitztal, um das Baugeschehen zu beobachten. Sie haben sich für einen Sitzplatz auf der alten Südtribüne entschieden, von dem aus sie den Blick auf Haupt- und Osttribüne genießen.

Hans Wackerhagen: "Wir verfolgen den Umbau von Beginn an. Vom ersten Baustein bis zu dem Zeitpunkt, wo sie uns hier rausschmeißen." Der 64-Jährige aus Neudorf ist kein besonderer Fußball-Fan. Was die Spiele des FCE betrifft, so ist Wackerhagen nicht ganz so oft im Stadion. Das beschränkt sich auf zwei- bis dreimal im Jahr. Ansonsten sitzt er lieber zuhause vorm Fernseher und verfolgt das Geschehen.

"Dass ich zum ersten Mal in Aue im Stadion war, das ist jetzt bestimmt 20 Jahre her. Es war ein Spiel gegen Wattenscheid, das weiß ich noch", erinnert er sich. "Wenn das Stadion einmal fertig ist, wäre eine Dauerkarte sicher drin. Dann bin ich auch Rentner und habe Zeit, regelmäßig Fußball live zu verfolgen." Wackerhagen bewundert das, was in Aue entsteht. Der Kurier- und Shuttle-Fahrer nutzt seine Mittagspause, um täglich einen Blick ins Stadion zu werfen: "Es ist interessant zuzuschauen, und es ist auch faszinierend, dass alles so passt. Jetzt hat man gegenüber mit den Stühlen angefangen, und auch das Dach ist geschlossen." Man entdecke jedes Mal etwas Neues.

Das sieht Bernd Frank genauso und erzählt: "Ganz am Anfang, da konnte man nur durch den Zaun gucken. Wir haben mit dazu beigetragen, dass man das Stadion-Tor geöffnet hat und Interessierte sich die Fortschritte anschauen können." Der 62-Jährige aus Zwönitz hat früher selbst auf dem Bau gearbeitet und kann deshalb gut nachvollziehen, was die Bauarbeiter leisten: "Es passt augenscheinlich auf den Millimeter. Es ist spannend zuzusehen, wie man per Kran die Teile einfügt. Erst waren es die Säulen und dann die Betonelemente."

Bernd Frank verbringt eine ganze Menge Zeit im Stadion: "Entweder ich bin von früh bis Mittag hier oder dann von Mittag weg bis in den späten Nachmittag." Zuhause auf dem Sofa wäre es sicherlich bequemer, aber das "Programm" bei Weitem nicht so abwechslungsreich und spannend. "Wenn man so im Stadion sitzt, erlebt man jeden Tag etwas", so Frank, der in den 1970er-Jahren zum ersten Mal beim Fußball in Aue war und seitdem Fan ist.

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