Feuerwehr rettet Kater Olli vom Dach

Mit seinem Abenteuer hat ein Vierbeiner jetzt für Aufregung in Aue gesorgt. Tiere in Not - für die Retter sind sie kein Einzelfall.

Aue.

Fragt man Kinder, was Feuerwehrleute machen, antworten die gern, dass diese Katzen von Bäumen holen. So hat es Aues Wehrleiter Frank Georgi schon oft gehört. Ein Klischee, das mit einem Einsatz diese Woche bedient wurde und beim Fotonetzwerk Instagram für viel Aufmerksamkeit sorgte. Mit der Drehleiter musste die Auer Feuerwehr eine Katze vom Dach eines Mehrfamilienhauses an der Lindenstraße in Aue holen.

Besitzerin Conny Schmidt ist überglücklich, dass ihr zweijähriger Kater Olli unversehrt gerettet werden konnte. Warum er so hoch aufs Dach kletterte, kann sie sich nicht erklären. "Unsere beiden Kater sind von klein auf eher ruhig und gemütlich, keine Draufgänger. Sie sind sonst immer auf dem Balkon, den Versuch, woanders hin zu klettern, hat bis jetzt keiner unternommen", erzählt sie. Montagabend, es war schon dunkel, hat es aber Kater Olli doch aufs Dach gezogen. "Rufen und locken half nicht, er kam an dem Abend nicht zurück." Am nächsten Morgen hielt Conny Schmidt weiter nach dem Tier Ausschau. Unten vorm Haus stehend, entdeckte sie Olli schließlich "Er hing im Schneefang", sagt sie.


Von einem Dachfenster im Nachbarhaus aus versuchte sie noch einmal, ihren Kater zu locken. Weil der aber auf den glatten Schindeln des Daches ins Rutschen kam, blieb er doch lieber, wo er war. Übers Dach zu ihm zu kommen, war ausgeschlossen - zu gefährlich. Conny Schmidt sah nur noch eine Rettung: die Feuerwehr rufen.

"Katzen zu retten, ist nicht einfach. Sie sind in einer Stresssituation, und die Wahrscheinlichkeit oder Gefahr, dass sie wieder flüchten, wenn wir näher kommen, ist groß", sagt Wehrleiter Frank Georgi. Er hat so seine Erfahrungen, denn Tierrettungen sind bei der Feuerwehr in Aue gar nicht so selten. Katze im Fester eingeklemmt, Katze auf Dache, Katze in Notlage - so lauten nur ein paar der Alarmierungsgründe in den vergangenen Jahren.

Olli sei aber "eine relativ leichte Übung" gewesen. Hilfreich war laut Georgi, dass die Feuerwehrleute einen von der Besitzerin zur Verfügung gestellten Katzenkorb mit in die Höhe nahmen. "Den kannte der Kater offensichtlich und hat sich dort hinein in Sicherheit gebracht." Dann konnte das Tier seiner Besitzerin unverletzt übergeben werden. Conny Schmidt, ihr Freund und ihre neunjährige Tochter konnten aufatmen. Olli musste nicht zum Tierarzt, auf den Schreck hat er aber erst einmal einen ganzen Tag lang geschlafen. "Tausend Dank an die Helden von der Feuerwehr", sagt die Besitzerin. "Allein wäre unser Kater nicht weg gekommen." Und die Auerin verspricht: Am Wochenende wird ein Netz am Balkon gespannt.

Für die Kosten des Einsatzes muss die 33-Jährige übrigens nicht aufkommen. "Das Tier war in einer Notlage, dann wird das nicht in Rechnung gestellt", erklärt Georgi.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...