Feuerwehr rückt in Aue wegen brennender Kerzen aus

Ein aufmerksamer Nachbar hatte die Rettungskräfte alarmiert. Zwar gab es in der Wohnung keinen Brand, trotzdem war der Einsatz nicht umsonst.

Aue.

Alle Jahre wieder wird zur Weihnachtszeit mit Kerzen und Lichtern für eine festliche Stimmung gesorgt. Immer wieder kann es dabei zu Wohnungsbränden kommen. So wurden am Dienstag gegen 20.30 Uhr die Feuerwehren aus Aue und Alberoda zur Dr.-Külz-Straße in Aue gerufen. Ein Nachbar hatte von seinem Balkon aus in einer anderen Wohnung einen Feuerschein gesehen. Nachdem er an der Tür geklingelt und niemand sich gemeldet hatte, rief er den Notruf.

Als die Feuerwehr eingetroffen war, wurde von den Einsatzkräften gleichfalls ein Feuerschein wahrgenommen. "Da niemand die Tür öffnete, musste wir davon ausgehen, dass sich eine hilflose Person in der Wohnung befindet", erklärte der Einsatzleiter und Wehrleiter der Feuerwehr Aue, Frank Georgi. Nach der Notöffnung fanden die Einsatzkräfte mehrere Kerzen in der Wohnung verteilt vor, im Wohnzimmer waren es vier. Nachdem die Kerzen gelöscht waren, wurde die Wohnung an die Polizei übergeben.

"Der Nachbar hat hundertprozentig alles richtig gemacht", sagte Frank Georgi. Auch wenn der Anwohner sich nicht sicher war, ob es wirklich ein Wohnungsbrand ist. "Im Zweifel ist es besser die Feuerwehr zu alarmieren." Für die Anrufer würden bei solchen Fehlalarmen keine Kosten entstehen, da sie nicht mutwillig falsche Angaben machen. Ohnehin sei es sehr gefährlich gewesen, brennende Kerzen unbeaufsichtigt zu lassen.

Auch der Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge lobt das Verhalten des Nachbarn. "Zum Glück sind die Erzgebirger sehr aufmerksam. Sie passen noch mehr aufeinander auf, als in Großstädten", sagt Verbandssprecher Paul Schaarschmidt. Denn wenn es wirklich brenne, vergehe sonst kostbare Zeit. "Außerdem sollte man sofort in der entsprechenden Wohnung klingeln. Nicht zum ersten Mal könnte ein Bewohner eingeschlafen sein und die Kerze ist zu weit runter gebrannt oder umgefallen." Auf Grund des demografischen Wandels leben im Erzgebirge immer mehr ältere Alleinstehende. "Für mehr Sicherheit ist es zum Beispiel sinnvoll einen Rauchmelder mit dem Hausnotruf zu verbinden", rät der Verbandssprecher. mit nikm

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