Feuerwehr übt für Ernstfall bei Rallye

Rettungskräfte bereiten sich auf Motorsport-Event in Bad Schlema vor

Bad Schlema.

Was tun, wenn ein Rennfahrzeug einen schweren Unfall hat? Für dieses Szenario haben sich jetzt 21 Feuerwehrleute in Bad Schlema vorbereitet. Bei einer Schulung in Theorie und Praxis lernten die Retter die Sicherheitseinrichtungen an den Autos kennen, denn am 5. Oktober gastiert die 56.ADMV Rallye Erzgebirge im Ort. Am Nachmittag finden die Wertungsprüfungen 9 und 11 mit einem Rundkurs in Bad Schlema und ein langer Zielausfahrt Richtung Wildbach statt.

An zwei Fahrzeugen - einem BMW 320i E36 und einem Opel Kadett E - konnten die Feuerwehrleute am Mittwoch am Gerätehauses für den Ernstfall üben. Dominik Romainczyk, der seit 2013 im Rallyesport aktiv ist, wies die Retter etwa in das sogenannte Hans-System ein. Dieses soll Rennfahrer im Falle eines Aufpralls vor Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich schützen. "Es ist wichtig, dass die Erstmaßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sitzen", erklärt er.


Für die Wertungsprüfung sind insgesamt 70 Streckenposten im Einsatz, die den 22 Kilometer langen Kurs absichern. "Ohne deren Hilfe könnten wir diese Strecke nicht durchführen", sagt Jörg Kramer, der als stellvertretender Wertungsprüfungsleiter eingebunden ist.

Bei der Schulung am Gerätehaus ging es vor allem um die Besonderheiten bei einem Unfall im Motorsport. An den Wettbewerbsfahrzeugen konnten sich die Retter etwa ein Bild von den Sicherheitseinrichtungen machen, darunter vom sogenannten Überrollkäfig. "Uns war es wichtig, an der Schulung teilzunehmen, denn uns hat das Hintergrundwissen zu solchen Rallye-Boliden gefehlt, um im Notfall schnell zu helfen", sagt der Bad Schlemaer Wehrleiter Andreas Müller. Am Rallyetag wird er 15 Leute im Einsatz haben.

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