Floriansdorf wächst im Kiez

Im Alltag lauern viele Gefahren. Wie Kinder richtig damit umgehen, vermittelt bald eine neue Anlage bei Schneeberg. Ein besonderer Gast schaute vorab vorbei.

Schneeberg.

Es ist in ganz Sachsen einzigartig: Auf dem Gelände des Kinder- und Jugenderholungszentrums "Am Filzteich" (Kiez) bei Schneeberg entsteht derzeit ein Floriansdorf. Kinder sollen darin etwas über die Gefahren des Alltags lernen. Gut 850.000 Euro wird es kosten, 600.000 Euro davon sind Fördermittel. Am Donnerstagabend machte sich Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) zusammen mit Feuerwehrleuten nun ein Bild vom Baufortschritt.

"Alle Arbeiten liegen gut im Zeitplan. Wir hoffen, dass wir das Floriansdorf Anfang 2020 eröffnen können", erklärte Kiez-Geschäftsführer Frank Löffler. Derzeit wird der Rohbau der ersten drei Häuser hochgezogen. Eines davon ist ein Gefahrenhaus. In diesem werden die Kinder etwa in einer Küche auf Gefahrenstellen hingewiesen. Die Arbeit der Retter wird in einem anderen Haus erklärt. "Wir wollen zum Beispiel zeigen, wie eine Rettungswache funktioniert, den Kindern erklären, warum sie welche Angaben beim Notruf machen müssen."


Die Nachfrage nach einem solchen Angebot scheint groß zu sein. "Das hat uns eine Umfrage gezeigt", sagt Löffler. Allerdings könnte sich nicht jeder gleich etwas unter einem Floriansdorf vorstellen. "Denn es geht uns nicht darum, kleine Brandschützer auszubilden. Vielmehr ist die Sensibilisierung für Gefahren wichtig." Als Hauptzielgruppe sieht der Kiez-Geschäftsführer vor allem Kita-Kinder und Grundschüler. "Wir wollen es als Tagesausflug oder auch für den mehrtägigen Aufenthalt im Kiez anbieten." Wenn das Konzept aufgeht, sei eine Erweiterung geplant. Insgesamt neun Gebäude mit Krankenhaus und Polizeirevier könnten entstehen. "Das wird aber nicht in den nächsten drei Jahren passieren", glaubt Löffler.

Die Feuerwehrleute sind vom Floriansdorf begeistert. "Das ist wirklich eine gute Sache", sagte der stellvertretende Stadtwehrleiter von Schneeberg, Lutz Gerber. Und auch Innenminister Wöller meinte: "Das Geld ist hervorragend angelegt."

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