Frage im Stadtrat: Was macht ein Ortschaftsrat?

Für Eibenstocker Haushalt 2019/20 ergeben sich kurzfristig Änderungen

Eibenstock.

Bevor der Eibenstocker Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Haushalt für 2019/20 beschließen konnte, hatte Bürgermeister Uwe Staab (CDU) noch über einige kurzfristige Änderungen zu informieren. Die bestehen im Wesentlichen darin, dass eine erhebliche Gewerbesteuerrückzahlung abzusehen und weniger Kreisumlage zu zahlen sei. Staab sprach von einem "auf Kante genähten Haushalt, was 2019 betrifft". Für 2020 sehe es schon wieder besser aus, da seien Mehreinnahmen in Höhe von 67.000 Euro zu erwarten.

Stadtrat Thomas Roßbach (SPD) bescheinigte der Verwaltung, gut gewirtschaftet zu haben. Es sei erfreulich, welches Investitionsvolumen gestemmt werde. Verwundert äußerte Roßbach darüber, dass sich die Ausgaben für die Ortschaftsräte quasi verdoppelt hätten. Er setzte die Aufwandsentschädigung für die drei Ortschaftsratsvorsitzenden in Höhe von 14.760 Euro ins Verhältnis zu der, die der gesamte Stadtrat bekommt, nämlich 13.730 Euro. Roßbach vermisst Informationen darüber, was die Ortschaftsräte eigentlich tun. "Wann haben sie Sitzungen? Wann Sprechzeiten?"

Christoph Ulrich

Ulrichs Bilanz:Der „Freie Presse“-Wirtschaftsnewsletter von Chef­korrespondent Christoph Ulrich

kostenlos bestellen

Tobias Unger, CDU-Stadtrat und Ortschaftsratsvorsitzender von Sosa, bot an, über seine Arbeit zu berichten. Ebenso könnten die Stadträte jederzeit an Sitzungen der Ortschaftsräte teilnehmen. Stadträtin Annett Benkert (Gewerbeverein), sprang für die Ortschaftsräte in die Bresche: "Sie müssen oft auch in ihrer freien Zeit sich die Anliegen der Leute vor Ort anhören und sind die unmittelbaren Ansprechpartner", sagte sie.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...