Frage- und Antwortspiel lässt auf sich warten

Verhandlung im Mordfall Christopher W. nach zehn Minuten beendet

Aue/Chemnitz.

Auch am Mittwoch, dem mittlerweile zehnten Verhandlungstag im Prozess um den Mord an Christopher W. (27) aus Aue, versammelten sich wieder mehr als 20 Zuschauer im großen Sitzungssaal des Landgerichts Chemnitz. Neben Angehörigen und Bekannten der drei Angeklagten Terenc H. (27), Stephan H. (22) und Jens H. (22) sowie des Opfers kamen auch Schüler. Viel zu hören gab es nicht; die Verhandlung wurde bereits nach zehn Minuten vertagt.

Zuvor hatte die Vorsitzende Richterin Simone Herberger ein Gutachten des Landeskriminalamtes verlesen. Zahlreiche Fußspuren am Tatort, dem früheren Auer Güterbahnhof, lassen sich demzufolge nicht den Schuhen der Angeklagten zuordnen. Gefunden wurden jedoch fünf Übereinstimmungen mit Schuhen von Terenc H. und zwei mit den Schuhen des getöteten Christopher W. Dass beide am Tatort waren, stand aber auch so außer Frage.

Christoph Ulrich

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Seit vier Verhandlungstagen überfällig ist die Beantwortung von Fragen durch die Angeklagten. Deren Verteidiger haben nur schriftliche Fragen zugelassen. Die Antworten sollen ebenfalls schriftlich erfolgen und vorgelesen werden. Das kann nach Auskunft von Andreas Baumann, dem Anwalt von Jens H., frühestens am 14. Mai geschehen, wenn der psychiatrische Gutachter wieder am Prozess teilnimmt. Am Mittwoch war er verhindert. Auch am 30. April ist der Psychiater nicht dabei. Dann soll erneut nur ein Spurengutachten verlesen werden.

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