Gäste erleben turbulente Schulstund'

Die Mimen der Bergbühne Eibenstock sorgten am Wochenende zwei Mal für ein volles Haus. Doch warum erneut mit Weihnachten?

Eibenstock.

Zwei große Sterne leuchten hell im Saal des Kulturzentrums "Glück Auf" in Eibenstock. Durch die Räume weht noch immer ein Hauch von Weihnachten. Dafür gesorgt haben am Samstag auch die 13 Darsteller der Bergbühne Eibenstock, die mit der Komödie "Weihnachten bei uns dorham - Kinner, wie de Zeit vergieht" die Lachmuskeln ihrer Zuschauer ordentlich strapaziert haben.

Gemütlich an Tischen sitzend verfolgten die Besucher das Geschehen auf der Bühne. Den weihnachtlichen Nachschlag jetzt im Januar gab es, weil man im Advent, als das Stück bereits mehrfach aufgeführt wurde, die große Nachfrage nicht decken konnte. Und auch am Samstag spielten die Mimen gleich zwei Mal vor ausverkauftem Haus.

Die Szenerie auf der Bühne dreht das Rad der Geschichte zurück ins Jahr 1917. In einem Klassenzimmer, in dem ein Porträt des letzten Kaisers an der Wand hängt und eine alte Landkarte. Auch die Kulisse - Tafel und Holzbänke aus der alten Zeit - stimmte. "Die Schulbänke haben wir uns von der Eibenstocker Schule ausgeliehen" erzählt Rita Leistner vom Team der Bergbühne. Die Kleidungsstücke seien extra fürs Stück genäht worden. Alles dreht sich um eine Schulklasse. "Der Lehrer plagt sich mit den Kindern herum. Ein Streber ist dabei, der Rest der Schüler ist faul und hat nichts drauf", erzählt Leistner. Dementsprechend turbulent hat sich die Unterrichtsstunde dann auch abgespielt.

Nach der Pause hat sich die Uhr um 60 Jahre weitergedreht. Nun schreibt man bereits das Jahr 1977. Einer der Schüler nimmt seine Goldene Hochzeit zum Anlass, seine ehemaligen Mitschüler zum Klassentreffen einzuladen.

Das Stück ist ein Gemeinschaftswerk der Hobby-Theater-Leute. Wie Rita Leistner erklärt, hat sie für den ersten Teil der Aufführung alte Fragmente genutzt, und Teil zwei ist gemeinsam zusammengestellt worden. Es habe jeder seinen Teil dazu beigetragen, so Leistner. Entstanden ist ein Stück, für das die Mimen sehr viel gute Resonanz bekommen haben. Viel Zeit zum Proben sei nicht gewesen, heißt es. Doch das hat der Zuschauer nicht gespürt. Es lief alles wie am Schnürchen. Kleine Patzer auszumerzen, sodass es im Publikum keiner bemerkt, das ist die große Kunst der Akteure. Für die Darsteller der Bergbühne sind das Lachen und der Applaus der Gäste der schönste Lohn. Und beides gab es.

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