Gäste und Einheimische harmonieren glänzend

Dresdner Bläserquartett musiziert mit dem Posaunenchor Zschorlau

Zschorlau.

Die Profimusiker des Blechbläserquartetts Dresden werben im Internet mit einer musikalischen Zeitreise von der Renaissance bis in die Gegenwart. Genau diese Reise hat das Ensemble am Sonntagnachmittag bei einem Konzert mit dem Posaunenchor der evangelisch-lutherischen Kirche Zschorlau geboten. Hinzu kam eine lockere und sehr informative Moderation.

Das Konzert stand unter dem Motto "Blech2". Was es damit auf sich hatte, wurde gleich beim Auftaktstück - Jeremiah Clarkes "The Prince of Denmark's March" - klar: Der Posaunenchor begann, und das Blechbläserquartett setzte die Krone in Form eines Oberchores darauf. So erfüllte ein wahres Klangfeuerwerk die Zschorlauer Kirche.

Einen besonderen Eindruck der Mehrchörigkeit, wie sie Heinrich Schütz aus Italien mitbrachte, erlebten die Zuhörer bei der Bläserfassung der Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied", von Kantor Andreas Conrad eigens für dieses Konzert eingerichtet. Beide Ensembles stellten sich getrennt voneinander im Raum auf und musizierten erst abwechselnd, dann klanglich übereinander, oftmals aufeinander Bezug nehmend und die jeweils andere Gruppe immer wieder neu ansteckend. Den nächsten Teil gestalteten die Gäste aus Dresden mit barocker Bläsermusik allein.

Bevor wieder gemeinsam musiziert wurde, zeichnete Kantor Conrad zwei Bläser zu ihrem Jubiläum im Posaunenchor aus. Weiter ging es mit Musik aus der Welt des Jazz. Zuerst erklang eine gefällige Bearbeitung des wenig bekannten "Goin to ride up", dann folgte der berühmte "The Entertainer" von Scott Joplin. Verspielter Akkuratesse des Blechbläserquartetts standen Wucht und Größe des Posaunenchores gegenüber. Zum Ende spielte das Quartett nochmals allein auf. Ganz in seinem Element war es bei Dieter Kanzleiters "Fantasie über einen Csardas", einem ungarischen Tanz mit äußerst virtuosen Stellen vor allem für die erste Trompete.

Ohne Zugabe konnte es an diesem gelungenen Konzertabend kein Ende geben. Brachten die vier Musiker von der Elbe ein Dixieland-Medley aus ihrer Heimatstadt mit, war bei der zweiten Zugabe nochmals der Zschorlauer Posaunenchor gefragt. Mit einer warmen und seidigen Fassung von "Abend wird es wieder" schickten die beiden Ensembles die knapp 100 dankbaren Zuhörer auf den Nachhauseweg.

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