Gastwirte warten noch immer auf zugesagte Hilfen

Aktion "Leere Stühle" hat in Dresden Alarm geschlagen - Es geht um die wirtschaftliche und personelle Zukunft

Waschleithe.

Mit einem lautstarken Hupkonzert beim Autokorso durch die Landeshauptstadt Dresden haben diese Woche die Initiatoren der Aktion "Leere Stühle" auf die immer noch ausstehenden Zahlungen der im Oktober versprochenen "schnellen Hilfen" aufmerksam gemacht. Unter ihnen waren auch zahlreiche Gastronomen und Hoteliers aus dem Erzgebirge. Das sagt Heiko Schmidt, Chef der Köhlerhütte Fürstenbrunn in Waschleithe. Er gehört zu den Mitbegründern der Aktion. "Jetzt müssen endlich die Gelder fließen, denn viele Gastwirte haben bislang noch immer nur einen Bruchteil dessen erhalten, was zugesagt war", so der Gastronom. "Viele Kollegen haben sich darauf verlassen, dass die Gelder kommen, haben daher im Hintergrund gearbeitet und in Kommendes investiert. Wenn sie jetzt aber die Rechnungen nicht zahlen können, kommen wiederum die beauftragten Handwerksfirmen ins Trudeln." Das geht so nicht, meint Schmidt.

Er selbst habe bislang von all den beantragten Hilfen nur etwa 18 Prozent erhalten. Alles andere stünde noch aus. Und hinzu käme die Unsicherheit auf personeller Ebene. "Wenn wir nicht bald unseren Mitarbeitern eine Perspektive aufzeigen können, ab wann es wieder losgehen kann, wandern sichern viele ab, suchen sich neue, artfremde Jobs. Dann haben wir womöglich bald gar keine Fachkräfte mehr", umreißt der Hotelier eine weitere Sorge, die ihn umtreibt. Die Gastronomie, so sagt er immer wieder, sei nicht das Problem, sondern könne Teil der Lösung sein, weil es gute Hygienekonzepte gibt. Die nächste Aktion - eine Sternfahrt nach Berlin - sei bereits in Planung. (matu)

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