Gefängnisstrafe für brutalen Ladendieb

Amtsgericht verurteilt Erzgebirger zum einem Jahr und vier Monaten Haft - Tat ereignete sich im Kaufland Aue

Aue.

Wegen schweren räuberischen Diebstahls ist ein Erzgebirger vom Amtsgericht Aue zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Damit folgte Richter Hartmut Meyer-Frey dem Antrag der Staatsanwaltschaft. "Wir hielten die Aussagen des Zeugen für durchaus glaubhaft." Dieser Zeuge ist der Geschädigte. Es ist der Ladendetektiv vom Kaufland Aue, wo sich die Tat im Februar 2017 zugetragen haben soll.

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, im Kaufland mehrere Sachen gestohlen zu haben. Einige Waren habe er in seinen Rucksack gesteckt. Der Ladendetektiv wollte ihn aufhalten, dem wollte sich der Dieb entziehen. Darauf sei es zum Gerangel gekommen, in dem der Angeklagte den Geschädigten gewürgt haben soll. Zudem soll er ein Taschenmesser hervorgeholt und es dem Detektiv vorgehalten haben.

Die Verhandlung hatte diese Woche erst im vierten Anlauf stattfinden können. Drei Termine seit Anfang Oktober 2018 waren verstrichen, ohne dass der Angeklagte erschienen war. Jedes Mal hatte er ein Attest von seinem Arzt als Entschuldigung vorgelegt. Bei der Verhandlung am 12. Dezember hatte Richter Meyer-Frey angekündigt, das nächste Mal ein amtsärztliches Attest vom Angeklagten sehen zu wollen. Das bewog ihn offenbar dazu, jetzt doch zu erscheinen. Der Verteidiger hatte auf eine Geldstrafe wegen einfachen Ladendiebstahls plädiert, weil er es nicht als erwiesen ansah, dass eine Waffe und Gewalt in dem beschriebenen Ausmaß zum Einsatz kam. (ike)

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