Gefördertes Material übertrifft Erwartungen

Viel ist schon über das neue Berggeschrey im Luchsbachtal von Pöhla spekuliert worden. Nun verkündet der Betreiber "große Freude".

Pöhla.

Sie sind fündig geworden, die Bergleute, die für die Saxony Minerals & Exploration AG (SME AG), in Pöhla in die Tiefe steigen. Mit dem Erkundungsschacht wurde jetzt die Lagerstätte in gut 170 Meter Tiefe erreicht.

Seit Monatsbeginn wurden bereits die ersten Tonnen Erz gefördert. Noch im Juni soll am SME- Standort Mittweida das Erzgestein aus dem Erkundungsbergbau Pöhla aufbereitet und die wertvollen Bestandteile herausgelöst werden.


"Der Wolfram- und Fluorit-Gehalt übertrifft die Erwartungen", heißt es in einer am gestrigen Mittwoch von der SME AG ausgereichten Pressemitteilung. "Es ist schon rein optisch viel mehr als wir zunächst angenommen haben. Die Männer waren mit UV-Lampen unten und haben von wirklich ,bunten Wänden' gesprochen", sagt Pressesprecher Stephan Trutschler. Allerdings könne man noch nicht mit belastbaren Zahlen aufwarten, da die eigentlichen Laboruntersuchungen und Gehaltsbestimmungen des Gesteins noch ausstehen. Auch über das Gesamtausmaß der Lagerstätte seien noch keine verlässlichen Aussagen möglich. "Aber es lohnt sich", so der Unternehmenssprecher. Die SME AG habe daher allen Grund zur Freude, liegen doch die Weltmarktpreise für Wolfram derzeit bei 30.000 US-Dollar pro Tonne und immerhin bei stolzen 400 US-Dollar pro Tonne Fluorit.

Am Erkundungsschacht im Luchsbachtal wird unterdessen fleißig weitergearbeitet. Zurzeit werde der obere Teil des Füllortes hergestellt. Gemeint ist damit die geplante Schnittstelle des vertikalen Schachtes sowie aller künftigen horizontalen Strecken unter dem Luchsbachtal und den angrenzenden Arealen des Bewilligungsfeldes.

Im Mai 2017 hatten die ersten Arbeiten am Erkundungsschacht begonnen. Die Bergleute um Vorstand Klaus Grund hatten im Verlaufe der Abteufarbeiten immer wieder mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen. Erhebliche Wasserzuläufe, zum Teil viermal höher als prognostiziert, was im Bergbau allerdings nichts Ungewöhnliches sei, sorgten für deutliche Verzögerungen, und es musste, in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden wie dem Sächsischen Oberbergamt und der Landesdirektion Sachsen, größeres Gerät organisiert werden. Doch all das habe sich gelohnt.

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