Gemeinde will neue Heizung für alte Halle mieten

Damit die Sportler von Raschau in der alten Sporthalle im Winter nicht frieren müssen, handelt die Kommune nun. Der Kessel ist gerissen.

Raschau-Markersbach.

Nun ist es soweit: Die Heizung in der alten Sporthalle von Raschau ist kaputt. Der Heizkessel ist defekt. Er läuft aus. Mehrfach in der Woche muss er aufgefüllt werden. Das ist kein Zustand. Schon seit Jahren frieren die Mitglieder der Sportgruppen während des Trainings.

Die Gemeinde weiß um den maroden Zustand der Heizung, aber Geld, um eine neue Heizungsanlage einbauen zu lassen, hat die Kommune nicht. Das Thema ist nicht neu. Und irgendwie scheuen sich die Räte auch, über eine große Investition für die alte Sporthalle nachzudenken, denn ebenfalls seit Jahren ist ein Neubau einer Sport- oder Mehrzweckhalle im Gespräch. Doch dafür gibt es bis heute weder einen Standort, auf den man sich einigen konnte, noch Fördermittel. Und ohne diese ist an so eine Großinvestition nicht zu denken.

Jetzt hat Bürgermeister Frank Tröger (Freie Wähler), dessen Herz für den Sport schlägt, den Gemeinderäten zur jüngsten Sitzung den Vorschlag eines Mietkaufs einer Heizungsanlage unterbreitet. Das ist vergleichbar mit dem Leasing eines Fahrzeugs. Man zahlt eine Monatsmiete plus den tatsächlichen Energieverbrauch. Die Gemeinde ist nicht Eigentümer, sondern Mieter der Heizung. Was zugleich bedeutet, dass jede Form von Wartung, Pflege, Werterhaltung und Reparaturen dem Eigentümer obliegen. Auch das spart viel Geld.

Solche Verträge werden in der Regel mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Sind diese zehn Jahre um, ist die Anlage abgezahlt und geht - wenn das gewollt ist - ins Eigentum des Mieters über. Für die Gemeinde, so begründet Tröger diese ins Auge gefasste Option, habe das den Charme, den Sportlern eine schnelle Lösung bieten zu können. Schließlich stehen die kühlen Tage alsbald bevor. Für rund 114.000 Euro kann die Gemeinde eine Heizung haben. Das sind konkret pro Monat rund 400 Euro für die Miete plus etwa 540 Euro für den Verbrauch - errechnet durch bisherige Verbrauchskosten. Kauf und Einbau einer neuen Heizung kämen die Gemeinde schlussendlich teurer, da auch noch Nebenkosten anfallen.

Dem Grundsatzbeschluss, diesen Schritt zu gehen, konnten bei nur einer Gegenstimme fast alle Räte mitgehen. Die Vergabe soll in der nächsten Sitzung erfolgen.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.