Glasklare Antwort von Reinigern gefragt

Gewerkschaft ruft Mitarbeiter im Erzgebirge zu einer Umfrage auf

Aue/Schwarzenberg.

Das Votum von Reinigungskräften aus dem Erzgebirgskreis ist gefragt: Die 1480 Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger sollen bei einer bundesweiten Online-Umfrage mitmachen. "Ziel ist es, das Ausmaß von Lohndrückerei und Urlaubskürzung zu ermitteln. In der Branche geht es nämlich gerade hoch her: Viele Reinigungskräfte werden regelrecht dazu gedrängt, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben", sagt Andreas Herrmann von der IG Bau Südwestsachsen. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat die Umfrage gestartet, um "schwarze Schafe unter den Arbeitgebern gezielt zu orten".

Davon gebe es Tag für Tag mehr: Seit der Kündigung des Rahmentarifvertrages für das Gebäudereiniger-Handwerk durch die Arbeitgeber scheuten viele Unternehmen nicht davor zurück, ihren Beschäftigten die Arbeitsbedingungen neu zu diktieren. "Die Reinigungskräfte bekommen deutlich weniger Lohn - schon dadurch, dass ihnen die Zuschläge bei Überstunden oder für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen teilweise komplett gestrichen werden. Und sie werden mit einem Minimum an Urlaubstagen abgespeist", sagt der Vorsitzende des IG Bau-Bezirks Südwestsachsen Andreas Herrmann. Die Frage, die ihm dabei auf den Nägeln brennt: "Wie schlimm ist die Situation im Erzgebirgskreis?" Er appelliert daher an die Reinigungskräfte, bei der Umfrage im Internet mitzumachen. Gleichzeitig wird gewarnt, sich auf Änderungen im Arbeitsvertrag einzulassen. (tjm)

www.sauberkeit-braucht-zeit.de/ umfrage

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