Grimms Märchen sollen an touristische Ziele locken

Häuschen am Marktplatz verschlissen - Eibenstocker Tischlerei baut neue - Zu Frau Holle und Co. geht es künftig durch die ganze Stadt

Eibenstock.

Für die Märchenhäuser auf dem Eibenstocker Marktplatz soll es einen Ersatz geben. Die Stadt hat jetzt den Fördermittelbescheid über das Leaderprogramm erhalten.

Beginnend im Herbst, soll die Eibenstocker Tischlerei Thümmel 15 neue Häuschen bauen. Geplant ist, sie ab Frühjahr kommenden Jahres an touristisch relevanten Standorten in der Stadt aufzustellen. Bürgermeister Uwe Staab (CDU) nannte unter anderem die Badegärten, den Kunsthof, den Bühlturm, den Rathauspark und den Markt. "Wir möchten Familien mit Kindern damit zum Spaziergang durch die Stadt animieren", sagt Staab.

Die alten Häuschen stammen aus den 1990er-Jahren. Die Idee dazu hatte die Stadt Eibenstock, umgesetzt wurde sie in einer ABM-Maßnahme unter Leitung von Barbara Seidel und mit Hilfe und Unterstützung durch den Gewerbeverein Eibenstock, der das Material stellte, und Mitglieder des Schnitzvereins Eibenstock, die die Köpfe der Märchenfiguren gestalteten.

Der Zahn der Zeit hat an den Häuschen genagt. Wegen ihres schlechten Zustands hatte die Stadt schon vor langer Zeit einen Fördermittelantrag gestellt. Für die Neugestaltung der Märchenhäuschen sind Kosten in Höhe von 70.000 Euro geplant, 70 Prozent davon sind Fördermittel. Voraussichtlich bis zum Beginn der Sommerferien im nächsten Jahr sollen sie fertig gestellt werden.

Bei der Ausgestaltung im Inneren will man versuchen, das wieder zu verwenden, was noch in Ordnung ist. Auch an den Figuren aus den Grimmschen Märchen will man festhalten. Um die Innenausstattung wird sich der Verein Eibenstocker Märchenweihnacht kümmern. "Wir müssen sehen, was erneuert werden muss, dazu können wir Sachen aus dem Fundus verwenden, der sich über Jahre für die Märchenweihnacht angesammelt hat", sagt die verantwortliche Rathausmitarbeiterin Undine Göbler.

Nachdem nun der Fördermittelbescheid vorliegt, wollen die Beteiligten in den nächsten Tagen zusammenkommen und beraten, wie die neuen Märchenhäuschen gestaltet werden sollen. Die Stadt möchte, dass die Häuschen an ihren Standorten von den Leuten erhalten werden, die die touristischen Einrichtungen in der Nachbarschaft betreiben. Eine Wunschliste, welches Märchen an welchen Standort kommt, gibt es laut Bürgermeister allerdings nicht. (ike)

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