Großeinsatz für Feuerwehr und THW in Johann'stadt

Wassermassen drohten am Samstag Grundstücke zu überspülen. Helfer stapelten 4000 Sandsäcke. Wo das Wasser herkam, dazu gibt es bislang nur Vermutungen.

Johanngeorgenstadt.

Bis kurz vor Mitternacht waren Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes am Samstag in Johanngeorgenstadt im Einsatz. Dort drohten Wassermassen ein Grundstück an der Schwarzenberger Straße zu überfluten. Das viele Wasser kam von einem oberhalb gelegenen Hang.

Der Notruf war bereits am Vormittag bei der Feuerwehr eingegangen. Vor Ort eingetroffen, begannen die Feuerwehrleute umgehend, das Wasser zu bändigen und errichteten mit Sandsäcken einen Wall. Dennoch suchte sich das Wasser immer wieder einen Weg in das tiefer gelegene Grundstück. Zeitgleich versuchte man mit mehreren Pumpen das Wasser abzupumpen, leider ohne Erfolg. Am späten Nachmittag, wurde dann das Technische Hilfswerk aus den Regionalbereichen Aue/Schwarzenberg, Annaberg und Chemnitz hinzugezogen. Diese rückten mit schwerem Gerät und Spezialtechnik an. Bis zum späten Samstagabend transportierten sie rund 4000 Sandsäcke mit einem LKW zum Einsatzort und stapelten diese vor dem Grundstück auf, um einen noch größeren Wasserschaden zu verhindern. Bei minus 15 Grad eine körperlich anstrengende Arbeit für die Kameraden der Feuerwehr, die zumal bereits über zehn Stunden im Einsatz waren.

Kurz vor Mitternacht wurde der Einsatz beendet. "Da kam nur noch wenig Wasser", sagt Holger Hascheck, Bürgermeister von Johanngeorgenstadt. Er hat sich am Sonntag noch einmal vor Ort begeben. "Es besteht keine Gefahr mehr." Die hätte auch am Samstag für die drei Gebäude nicht bestanden. Zwei sind Wohnhäuser, wovon eines unbewohnt ist, das dritte ist ein Bürogebäude mit Lager. "Unsere Angst war eher, dass die angrenzende Straße, die Staatsstraße 272, die zum Grenzübergang führt, unterspült wird", sagt Hascheck. "Das ist die am meisten befahrene Straße im Ort", begründet er die Sorge. Die Gefahr sei aber durch den Einsatz von Feuerwehr und THW gebannt worden.

Woher das Wasser kam, dazu wird in den nächsten Tagen eine Ursachenforschung nötig sein. Laut Hascheck handelte es sich auf alle Fälle nicht um Oberflächenwasser. Ob die Flut aus einem ehemaligen Schacht kam - so eine Vermutung - müsse geklärt werden. Erst vor ein paar Jahren spielte sich ein gleiches Szenario ein paar hundert Meter weiter entfernt schon einmal ab. (amä/ike)

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