Ihre Hoheit mag es modern und locker

Die neue Bockauer Wurzelkönigin heißt Sabrina Lenk. Das Hoheitliche liegt ihr im Blut, denn vor 20 Jahren war auch schon ihre Mutter Wurzelkönigin.

Bockau.

Die Bockauer haben ein lang gehütetes Geheimnis gelüftet. Beim 47. Bockauer Wurzelfest hat es in hoheitlichen Kreisen eine personelle Veränderung gegeben. Die bis dato amtierende Wurzelkönigin Josephine Heydel hat ihre Krone weitergereicht an Sabrina Lenk. Die 18-Jährige ist die 21. Wurzelkönigin und wird ihr Amt die kommenden zwei Jahre ausfüllen.

Die junge Bockauerin meint: "Die Nervosität bei mir war nach der Krönung schlimmer als zuvor." Jetzt ist die neue Hoheit gespannt, was auf sie zukommt. Sabrina Lenk ist offen, sehr selbstbewusst und freut sich schon darauf, ihren Heimatort zu vertreten und zu repräsentieren. Man könnte sagen, das Hoheitliche liegt ihr in den Genen, denn vor 20 Jahren war ihre Mutter ebenfalls Wurzelkönigin. Sabrina Lenk möchte ihren eigenen Stil einbringen: "Was ich gern verändern möchte, ist der Rahmen der Präsentation. Ich möchte gern alles etwas moderner gestalten und lockerer sehen. Das geht schon beim Kleid los, das bei mir etwas farbiger ist."

Derzeit besucht Sabrina Lenk das Berufliche Schulzentrum in Schneeberg und ist dort auf dem Weg zum Abitur. Von ihrer Vorgängerin Josephine Heydel gab es nicht nur Glückwünsche. Die 20-Jährige erzählte von Erfahrungen, die sie gesammelt hat: "Meine Zeit als Wurzelkönigin habe ich genossen. Erlebt habe ich eine ganze Menge. Was ich mir gewünscht hätte, wäre etwas mehr Zeit für Auftritte. Mein Amt gebe ich gern an Sabrina weiter. Sie ist sehr rührig und ich denke, das Amt ist bei ihr in guten Händen."

Neben der Krönung der Wurzelkönigin gab es in Bockau am Samstag einen weiteren Höhepunkt. Es ist im Ort Tradition, dass die größte und prächtigste Angelika-Pflanze gewählt und prämiert wird. In der Vergangenheit war es immer wieder Martina Epperlein, die den Pokal in ihren Händen halten durfte, und das war auch dieses Mal nicht anders. Die 66-Jährige machte das fast sprachlos: "Damit habe ich in diesem Jahr auf keinen Fall gerechnet. Ich hätte nie gedacht, dass ich den Wettbewerb erneut gewinne." Die Pokale hat Epperlein nicht gezählt, aber es sind sehr viele. Ein Geheimnis in Sachen Pflanzenpflege gibt es nicht, wie Epperlein erklärt: "Was uns in diesem Jahr zu schaffen gemacht hat, war die Trockenheit. Da musste man ziemlich oft gießen." Martina Epperlein hat einen grünen Daumen. Ihre Angelika-Pflanze misst 2,85 Meter. Das ist kein Rekord, aber für die Witterungsverhältnisse ein Erfolg.

Zum Bockauer Wurzelfest gehörte auch wieder ein Traktorentreffen, das von der Interessengemeinschaft Bockauer Bergpreis organisiert worden ist. Die 46 Traktoren standen am Sonntag nicht nur still da, sondern waren bei einem Korso durch Bockau in Aktion zu erleben. Mit der Resonanz zeigt man sich seitens der Interessengemeinschaft zufrieden, hatte man doch dieses Mal im Vergleich zum Vorjahr, als 21 Traktoren am Start waren, mehr als das Doppelte an Teilnehmern.

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