In Muldentalsiedlung geht's schrittweise voran

Das Wohngebiet am Ortseingang von Bockau ist vom Neubau der Rechenhausbrücke massiv betroffen. Jetzt neigen sich die Bauarbeiten dem Ende entgegen. Auch die Fördermittel sind endlich da.

Bockau.

Viel Geduld ist bei den Anwohnern der Muldentalsiedlung in Bockau in den vergangenen Monaten gefragt gewesen. Das erhöht gelegene Wohngebiet am Ortseingang befindet sich in direkter Nähe zur Rechenhausbrücke. Während des Neubaus gab es mit Blick auf die Zufahrt immer wieder Einschränkungen. "Jetzt neigt sich das endlich dem Ende entgegen", so Bürgermeister Siegfried Baumann (parteilos).

Denn die Brücke ist fertig - und das früher als gedacht. Die Vollsperrung der B 283 zwischen Aue und Bockau wurde Ende August aufgehoben. Damit aber war der Ausnahmezustand für die Muldentalsiedlung nicht vorbei, wo sich alle seit langer Zeit schon einen neuen Straßenbelag wünschen, der zuletzt mit Löchern und Pfützen einer unbefestigten Buckelpiste glich. Oft machten Anwohner ihrem Ärger über den desolaten Zustand Luft. Die Gemeinde wiederum wartete bewusst den Brückenneubau ab. "Denn in dem Zusammenhang entstand auch die Auffahrt in die Siedlung als Anbindung an die Bundesstraße neu", so Baumann. Ein verfrühtes Handeln hätte keinem etwas genützt. "Im Zweifelsfall wäre nur mehr Aufwand entstanden."

Jetzt haben die Anwohner die längste Zeit gewartet. Nachdem Energie- und Wasserversorger Medien in der Straße verlegt haben, läuft laut Baumann aktuell auf einem ersten Abschnitt die Asphaltierung. Beim Abzweig nach rechts sind die Wasserwerke noch zugange, um Leitungen zu legen. "Danach kommt auch da die feste Decke drauf", so der Ortschef. All das hat alle Beteiligten Nerven gekostet. Bisher blieb der Straßenbelag ein Provisorium. Zudem stiegen - wie in allen Baubereichen - zwischenzeitlich die Preise.

Immerhin befasst sich Bockau seit gut zwei Jahren mit dem Vorhaben. Die beantragten Fördermittel ließen lange auf sich warten. Nach zwei Jahren flatterte unlängst der Zuwendungsbescheid ins Haus. Die Kosten belaufen sich laut Baumann auf rund 170.000 Euro. Davon wiederum seien 130.000 Euro Fördermittel. "Den Rest schießen wir zu, damit das Vorhaben abgeschlossen werden kann." Möglich ist das, weil andernorts Geld frei wurde. So hatte sich der Ausbau des Triftwegs massiv erhöht. "Weil das finanziell einfach nicht zu stemmen ist, verwenden wir die geplanten Mittel für die Muldentalsiedlung", so Baumann. Das Geld diene der Sanierung der Auffahrt und des Wendehammers sowie für die Straßenbeleuchtung im Wohngebiet, da sich diese Flächen im Besitz der Gemeinde befinden. "Daher richten wir nun auch gleich alles mit her." Die Hoffnung sei, dass spätestens im Oktober alle Arbeiten abgeschlossen sind und die lang ersehnte Asphaltdecke aufgezogen wurde.

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