Infizierte sollen stärker mitwirken

Aue/Schwarzenberg.

Die prekäre Corona-Lage im Erzgebirgskreis veranlasst die hiesigen Grünen dazu, eine stärkere Mitwirkungspflicht von Infizierten zu fordern. Kreistagsfraktionschefin Ulrike Kahl verweist auf die "schier unmöglich gewordene Kontaktverfolgung". Daher sollte der Landkreis umsteuern. In Berlin zum Beispiel sind Kahl zufolge bereits seit Oktober Menschen mit positivem Testergebnis dazu verpflichtet, sich auch ohne Kontakt zum Gesundheitsamt so schnell wie möglich in häusliche Isolation zu begeben. Zudem seien sie angehalten, umgehend selbst alle ihre Kontaktpersonen über ihre Infektion zu informieren, damit sich Letztere testen lassen und in Quarantäne gehen. Es gelte dort also für Infizierte wie für Kontaktpersonen bereits ohne individuelle amtsärztliche Anordnung eine Pflicht zur Selbstquarantäne. Den Bescheid für den Arbeitgeber gebe es beim Gesundheitsamt. Verstöße werden laut Kahl als Ordnungswidrigkeit gewertet und mit Bußgeldern geahndet. (kjr)

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