Ingenieure lassen sich von Corona nicht unterkriegen

Verein setzt nach einer Pause sein Programm aus Kultur und Bildung fort

Aue/Schwarzenberg.

Dem Veranstaltungsplan des Ingenieurvereins Aue-Schwarzenberg hat Corona eine längere Pause verordnet. Im Normalfall monatlich gibt es einen Vortrag oder eine Exkursion, wobei sich der gesellig-kulturelle Aspekt und die Wissenserweiterung die Waage halten. Mit dem Besuch in der Sächsischen Walzengravur GmbH Frankenberg steht am morgigen Donnerstag Teil 5 - statt 8 - des diesjährigen Jahresprogramms für Vereinsmitglieder und Partner an. "Wir freuen uns auf einen interessanten, seit 1890 bestehenden Betrieb", sagt der Vereins-Chronist Klaus Patzelt. "Er stellt unter anderem Gummidruck- und Prägewalzen sowie Tiefdruckformen und -zylinder her."

Trotz Corona-Zeit hatten die Ingenieursenioren im Juli die Friedrich GmbH in Grünhain-Beierfeld besichtigt, organisiert von Vereinsmitglied Joachim Dietz. Gesellschafter und Geschäftsführer Matthias Müller erklärte, dass die Firma seit 1874 in Bernsbach ansässig ist, auch heute noch der eigentliche Hauptsitz. In DDR-Zeiten Kleinbetrieb mit zehn Mitarbeitern, prägten damals schon Edelstahlteile das Produktionsprofil. Genutzt wurden Edelstahlabfälle des Waschgerätewerkes Schwarzenberg. Seit 1995 wuchs die Firma - nach wie vor ein Familienbetrieb - auf momentan 50 Mitarbeiter, bildet auch Lehrlinge aus. Beliefert werden Elektro-, Sanitär- und Autoindustrie. Die Produktion besteht zu 90 Prozent aus Zulieferteilen, zum Beispiel Duschrinnen, Bedienungselemente für WC-Spülungen, Waschbecken, Wannen und Haushaltspülen, auch Taster, Steckdosen und Schalterwippen sowie Autoembleme für mehrere Marken.

Für den 3. Oktober plant der Verein eine Busfahrt nach Leipzig. (stl)

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