Jäger stellen auf bleifreie Munition um

Maßnahme schützt auch Greifvögel

Eibenstock.

Ab sofort darf im gesamten Verwaltungsjagdbezirk Eibenstock nur noch bleifreie Munition verwendet werden. Das geht aus einer Mitteilung des Forstbezirks Eibenstock hervor.

Es gehe darum, Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier zu vermeiden, wird begründet. Greifvögel seien besonders gefährdet, wenn sie Reste von erlegten Wildtieren aufnehmen, heißt es. Ihre Magensäure zersetzt das Blei, die Tiere sterben daran. Doch auch für Menschen kann es zu Gesundheitsschäden kommen. Kleinste Partikel des Metalls können sich beim Aufprall im Körper des Wildtieres verteilen und landen dann auf dem Teller beim Wildbret-Verzehr. Auf circa 100 aktive Jäger im Forstbezirk Eibenstock kommt die Umstellung auf bleifreie Munition zu. Geschossen wird jetzt mit Kupfer-Zink- beziehungsweise Kupfer-Zinn-Patronen. "Bereits seit Jahresanfang haben wir darüber diskutiert, der Aufwand dürfte sich für den Einzelnen in Grenzen halten", sagt Michael Pfalz von der Eibenstocker Forstbehörde. (ike)

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