Jugend soll künftig in Zwönitz mitreden

Kinder- und Jugendring Sachsen startet neues Projekt in der Bergstadt

Zwönitz.

In Zwönitz sollen künftig Kinder und Jugendliche ein Wörtchen bei der Entwicklung ihrer Bergstadt mitreden dürfen. Dies hat der Stadtrat beschlossen und den Kinder- und Jugendring Sachsen mit der Entwicklung dieses Prozesses beauftragt. "Die Jugendbeteiligung braucht Zeit und Durchhaltevermögen", erklärte Stefan Korn vom Kinder- und Jugendring Sachsen. Er will diesen Prozess in Zwönitz als Moderator begleiten und alle Interessierten an einen Tisch bringen. "Das Ziel ist, eine passende Form der Jugendbeteiligung für Zwönitz zu finden. Daher gehe es zunächst darum, herauszufinden, was gewollt und was realisierbar ist", sagte er.

Mit dem Projekt, das bis Ende 2020 laufen wird, soll die Kommune gestärkt werden. Denn Jugendgerechtigkeit sei ein wichtiger Standortfaktor, meinte der 33-Jährige. Stefan Korn weiß aber auch durch seine Erfahrungen in anderen Kommunen wie schwierig die Beteiligung der Jugend sein kann: "90 Prozent von ihnen haben eine Meinung, zwei Drittel davon haben Ideen, aber nur ein kleiner Teil davon will auch Verantwortung übernehmen."


Um alle Interessenten - dazu gehören nicht nur Kinder- und Jugendliche, sondern alle die mit ihnen zu tun haben - an einen Tisch zu bekommen, soll vor den Sommerferien voraussichtlich am 24. Juni ein Treff stattfinden. Dort werde eine Steuerungsgruppe gebildet, die das Netzwerk aller Akteure aufbaut und die Form der Jugendbeteiligung bestimmt. "Näheres kann ich derzeit noch nicht sagen, da dies ein Prozess ist und der Kommune kein vorgefertigtes Konzept übergestülpt werden soll", erklärte Stefan Korn den Stadträten. Vielmehr wolle man schauen, was funktioniert. So gab es als Ergebnis des Projekts zum Beispiel in Annaberg-Buchholz einen Stadtjugendtag. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.

Bereits vor drei Jahren hatte sich Zwönitz um das Projekt beworben, aber erst jetzt den Zuschlag bekommen. Der Bedarf sei da, sagte Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU). Nun sind die jungen Leute an der Reihe. Denn nur sie können erklären, was ihnen in der Bergstadt fehlt. Und die Stadträte waren sich einig, dass man für die Jugendbeteiligung einen langen Atem brauche.

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