Junge Feuerwehrleute behalten kühlen Kopf

Drei Feste, eine Feier, hieß es am Wochenende in Schönheide. Bei der Party und beim Eishockey ging es um New York.

Schönheide.

Eine inzwischen bewährte Fest-Trilogie hat am Wochenende in Schönheide das halbe Dorf auf die Beine gebracht. Dabei stand der Samstag ganz im Zeichen der örtlichen Feuerwehr.

Vor 300 Zuschauern führten die fünf Jüngsten der Truppe einen blitzschnellen Löschangriff vor und sorgten innerhalb von zwei Minuten für künstlichen Regen auf dem Festplatz. Die Jugendfeuerwehr kümmerte sich professionell um verletzte Kinder nach einem gestellten Fahrradunfall und sorgte für deren Abtransport. "Wir sind mit 18 Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren nachwuchsmäßig richtig gut aufgestellt", freute sich ihr Ausbilder Jörg Singer am Rande der Übung. Ab 16 Jahren treten seine Schützlinge in den Dienst der aktiven Truppe, die Samstag einen Rettungseinsatz nach Autounfall simulierte.

Dort, wo normalerweise die Löschfahrzeuge stehen, drängten sich am Abend 700 feierlaunige Schönheider. Die Dance Factory Eibenstock trat dem Anlass entsprechend bei einer ihrer Nummern in Feuerwehr-Montur auf. Mit der Oberschul-Band bedauerten die Anwesenden zur Melodie von Udo Jürgens lautstark, "niemals in New York" gewesen zu sein. Nicht nur da, sondern sogar in New York geboren, ist der 24-jährige Eishockey-Stürmer Jordan Klotz. Er zählt zum Kader der "Schönheider Wölfe", die beim Feuerwehrfest ihre aktuelle Mannschaft vorstellte und bejubeln ließ. Diskjockey Markus aus Bergen sorgte für ausgelassene Partystimmung bis weit nach Mitternacht. Verregnete Stimmung dagegen am Sonntag: Das Oldtimertreffen am Heimatmuseum verzeichnete deutlich weniger Mitwirkende und Besucher als in vergangenen Jahren. "Wer kein Dach über dem Kopf hatte, musste hart im Nehmen sein", resümiert Chef-Heimatgeschichtler Andreas Schubert. Trotzdem setzten 50 Fans historischer Fahrzeuge ihre Schmuckstücke dem 15 Grad kalten Nieselregen aus. Überschaubar blieb auch die Zahl der Zaungäste zur Rundfahrt. Besser erging es der Museumsbahn, die an beiden Tagen mit dem Bürstenfest die Brücke zum Nachbardorf schlug. Auf sonntägige "Nebelfahrt" mit dem Dampfzug gingen durchaus 300 Passagiere - ebenso wie am Vortag.

Am Bahnhof Stützengrün freute sich Spezialbürsten-Fabrikant Ulrich Hochmuth über eine ungewöhnlich große Zahl von Interessenten. "Für unsere teilweise weit angereisten Gäste ist die Betriebsbesichtigung etwas ganz Besonderes, das sie so noch nicht gesehen haben," so Ulrich Hochmuth, bei dem Sichterbürsten für die Mehlherstellung entstanden.

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