Junge Leute verstärken Team im Forstbezirk Eibenstock

Viele Revierförster sind älter als 50 Jahre. Der Forst braucht deshalb dringend Nachwuchs. Jetzt gibt es gleich drei neue Mitarbeiter - die ganz unterschiedliche Aufgaben im Wald haben.

Aue/Schwarzenberg.

Anne Borowski, Chris Herrmann und Martin Meyer sind die Neuen im Forstbezirk Eibenstock. Die drei jungen Leute haben ihr Studium abgeschlossen und Anfang Oktober beziehungsweise November ihre Stellen angetreten. Die 24-jährige Anne ist als Forstbezirksassistentin tätig, der 30-jährige Martin übernimmt das Revier Antonsthal von seinem Vorgänger Mathias Hofmann, und der 29-jährige Chris ist als Wegebaumeister für 430 Kilometer im Forstbezirk zuständig.

Neueinstellungen im Forstbezirk wird es laut Pressesprecher Michael Pfalz auch im nächsten Jahr geben. Das sei der Tatsache geschuldet, dass der Altersdurchschnitt bei den Revierförstern bei über 50 Jahren liegt und viele Forstmitarbeiter demnächst in Rente gehen. Martin Meyer hat Respekt vor dem, was sein Vorgänger in seiner 39-jährigen Tätigkeit im Revier Antonsthal erreicht hat. "Es ist mir eine Freude, sein Erbe anzutreten und es weiterzuentwickeln." Die Zukunft seiner Arbeit sieht er im weiteren Waldumbau hin zum artenreichen Mischwald. "Mein Revier ist sehr abwechslungsreich", sagt der junge Revierleiter. Er stammt aus Aue und wohnt jetzt in Schneeberg. Nach dem Studium zog es ihn für ein halbes Jahr nach Südamerika, danach hatte er ein Jahr im Forstbezirk Dresden-Neustadt gearbeitet.

Anne Borowski ist als Forstbezirksassistentin "Mädchen für alles", wie sie selbst sagt. Sie wird man in allen Revieren antreffen - "überall, wo ich gebraucht werde". Die junge Frau kann sich keinen besseren Beruf vorstellen, denn: "Ich bin gern bei Wind und Wetter draußen, und man sieht, was man gemacht hat." Forstbezirksassistentin sei eine vorbereitende Stelle, die 24-Jährige möchte gern später ein eigenes Revier übernehmen. Anne Borowski ist quasi ein Eigengewächs des Forstbezirks, die Zwickauerin hat hier ihr Praktikum absolviert. Schon immer fasziniert habe sie die Vielfalt eines Berufes im Forst.

Chris Herrmann vereint bei seiner jetzigen Tätigkeit seinen erlernten Beruf, Elektroniker, mit dem Studium der Forstwirtschaft, das er in Jena absolviert hat. Die Instandhaltung des Wegenetzes im Forstbezirk sei eine wichtige Aufgabe. Jedes Jahr wird dazu eine Inventur durchgeführt. Dabei wird darauf geschaut, ob die Gräben entlang der Straßen frei sind, ob die Kronen der Bäume zu weit auf die Wege ragen oder ob Schäden durch die Holzernte entstanden sind.

Pressesprecher Michael Pfalz weiß, dass sich der Bad Schlemaer gut in der Region auskennt. "Das ist für ihn in seiner jetzigen Tätigkeit natürlich von Vorteil." Mit 16 Jahren habe Chris Herrmann schon seinen Jagdschein gemacht und sei mit seinem Vater auf die Jagd gegangen.

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