Kein Funkkontakt ins All

Zwönitz.

Den Zwönitzer Gymnasiasten und Amateurfunkern des Ortsverbandes Aue/Schwarzenberg ist es am Montag nicht gelungen, den Funkkontakt zu Alexander Gerst auf der ISS herzustellen. Da half auch ein zweiter Anlauf beim nächsten Überflug der Raumstation 90 Minuten nach dem offiziellen Termin der Nasa nicht. Wie Heiko Meier erklärte, habe es zunächst Verständigungsprobleme mit der Schule in Kaiserslautern gegeben, mit der sich das Zwönitzer Matthes-Enderlein-Gymnasium in die elf Minuten Funkkontakt teilen wollte. Danach hörte man zwar in der Aula des Zwönitzer Gymnasiums einen Ruf von der ISS, aber der ging an eine Schule in Braunschweig. Diese ist, so kann man es auf der Internetseite der Nasa nachlesen, am Dienstag an der Reihe. "Vielleicht hat man einfach den Zettel vertauscht", mutmaßten die erwachsenen Amateurfunker. Jetzt hofft man auf eine neue Chance, die in der Regel gewährt wird. Denn dass ein Funkkontakt nicht zustandegekommen ist, sei schon öfter passiert. Allerdings heißt es jetzt mindestens zwei Wochen warten, denn auf der ISS wird umgeräumt, auch die Funktechnik kommt in ein anderes Modul.

Amateurfunker Heiko Meier, der nach dem gescheiterten Kontakt zu Alexander Gerst versuchte, die Ursache dafür aufzudecken, vermeldet nachträglich, dass die NASA offensichtlich das falsche Protokoll für den deutschen Astronauten ausgegeben hatte. Es war das für Dienstag, wonach Gerst nur mit dem Deutschen Raumfahrtzentrum in Braunschweig funken durfte und wollte und deshalb die Schulen in Kaiserslautern und Zwönitz ignorierte. "Wir sollen uns aber in den nächsten Tagen bereit halten", bleibt Meier optimistisch. (ike)

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