Kiddy-Cup spornt flotte Vorschüler an

Gute Sprinter, Werfer und Hindernisläufer gibt es unter den Vorschülern im Kreisgebiet. Ein Sportfest stachelt den Ehrgeiz der Jüngsten an.

Aue/Schwarzenberg.

174 junge Sportler aus insgesamt 14 Kindereinrichtungen des Altkreises Aue-Schwarzenberg haben sich am Mittwochvormittag - bei bestem Wetter - einen fairen sportlichen Wettstreit geliefert. Eltern und Großeltern feuerten die Teams ihrer Steppkes kräftig an. In der Ritter-Georg-Sportstätte in Schwarzenberg fand der erste Vorausscheid für den diesjährigen Kiddy-Cup statt. Vier weitere solche Ausscheide werden folgen.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet der Kreissportbund diesen Wettbewerb für Vorschüler aus dem Erzgebirge. Denn: Die drei besten Mannschaften aus den insgesamt fünf Vorrunden qualifizieren sich für das große Finale, das am 16. Juni in der Kreisstadt Annaberg-Buchholz ausgetragen wird, erklärte Fabian Göbel, der beim Kreissportbund den Hut für die Sportjugend auf hat. Der 30-Jährige freute sich über den stetig wachsenden Zuspruch für diesen Wettstreit der Jüngsten. "Das hier ist mit 174 Kindern ein toller Start", meinte er. Wenngleich er bedauerte, dass aus Auer Kindereinrichtungen bislang nie Anmeldungen kamen. Dabei werden alle angeschrieben. Immer mit dabei sind hingegen die Kitas aus Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt, Breitenbrunn und Raschau-Markersbach, auch aus Lauter und Schneeberg kommen die Mannschaften der Vorschüler. Dafür gibt es einen Fahrtkostenzuschuss: pauschal 20 Euro.


Die meisten haben den Wettbewerb längst zum Höhepunkt für sich erklärt. "Wir gehen dafür sogar regelmäßig trainieren", sagte Cornelia Melzer, Erzieherin in der Kita "Pfiffikus" in Neuwelt. Die "Zeppelinos" aus der gleichnamigen Kita in Bermsgrün waren so aufgeregt, dass sie bereits zur Erwärmung die Tiefstartpose auf der Tartanbahn einnahmen. Dass sich die Kinder stets riesig auf den Wettkampf freuen, bestätigten alle befragten Erzieher. Obwohl die (Mikrofon-)Technik die Begrüßung fast unverständlich machte und die Musik zum Aufwärmen mehrfach stolperte - den eigentlichen Startschuss verpasste keiner. Die Mädchen und Jungen waren mit großem Ehrgeiz bei der Sache.

Die drei besten Mannschaften, die im Juni zum Finale fahren, sind beide Teams aus dem Kinderhaus "Mini und Maxi" in Lauter sowie die Gruppe 2 aus der Kindereinrichtung am Hofgarten in Schwarzenberg. Sie hatten die geringsten Punktzahlen. Erstellt werden nämlich Durchschnittswerte der Teams in jeder Disziplin. Ein Punkt ist die Höchstbenotung, wie eben die Eins in der Schule. Also gewinnt hier die Mannschaft mit den wenigsten Punkten.

Doch alle kleinen Sportler gingen schließlich am Mittag mit einer Urkunde in den Händen und mit stolz geschwellter Brust vom Platz.


Kommentar: Hummelhaufen

Es ist schon eine Herausforderung, für 174 aufgezwiebelte Knirpse einen solchen Wettkampf vorzubereiten und durchzuführen. Doch etwas mehr Struktur würde dem tollen Anliegen dieser Sache gut tun. So sollten die Teams zu Beginn schon einzeln vorgestellt und begrüßt werden. Schon um den Teamgeist zu befördern. Natürlich wäre es dazu hilfreich, dass die Tontechnik funktioniert, die Verständlichkeit geprüft wird.

Die Kinder und Erzieher bereiten sich vor wie "Profis". Da wäre auch für die Ausrichtung des eigentlichen Wettstreits ein bisschen mehr Brimborium für den kleinen Hummelhaufen durchaus angeraten. Der Effekt aber, dass Kinder Spaß am sportlichen Wettstreit haben, erfüllt der Kiddy-Cup allemal.

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