Kinder und Jugendliche fragen kritisch nach

Vertreter von Parteien und Vereinigungen, die in den Stadtrat von Aue-Bad Schlema wollen, stellten sich der Diskussion.

Aue-Bad Schlema.

Der Zustand und die Ausstattung ihrer Schulen, der öffentliche Personennahverkehr, der Klimawandel, Drogenprävention, Wahl mit 16 Jahren, Möglichkeiten der Freizeitgestaltung - das waren Themen, die Kinder und Jugendliche in ihren Fragen formulierten, die sie zu einer Diskussionsrunde im Bürgerhaus Aue Frauen und Männern stellten, die zur Wahl des Stadtrates von Aue-Bad Schlema antreten.

Eingeladen hatten dazu Jana Kaube, Sozialpädagogin der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Bürgerhaus Aue, und Mandy Lenk, Sozialarbeiterin an der Oberschule Westerzgebirge in Bad Schlema. Bei vielen Themen drifteten die Äußerungen der Heranwachsenden und die der Erwachsenen im Podium weit auseinander. So beschrieb eine Schülerin der Oberschule Aue-Zelle ihre Schule als "marode", und sie wollte wissen, wann sie elektronische Tafeln bekommt. Hans Beck von der CDU und Beatrice Meichßner von der SPD, beide langjährige Auer Stadträte, sahen die Situation in Aues Schulen anders. Dort hätte man viel Geld investiert, unter anderem in den Brandschutz. Beck gab zu bedenken, dass man klug abwägen müsse, "was zuerst dran kommt und was warten kann". Zurzeit konzentriere man sich in Aue auf den Bau des neuen Sport- und Trainingszentrums. Uwe Haas von den Freien Wählern sieht den Stadtrat in der Pflicht, "genau hinzuschauen, wofür man Geld ausgibt". Der Bau eines Gehwegs könne vielleicht auch warten zugunsten von Modernisierungen in Schulen.


Die Kinder und Jugendlichen wollten bei mehreren Themen von den kommunalen Parteienvertretern wissen, was sie als konkrete Maßnahmen für Aue planen, zum Beispiel beim Thema Klimawandel und Umweltschutz. Beim Nachfragen äußerte eine Schülerin eine eigene Idee: Müllbehälter für das getrennte Entsorgen von Abfall im Stadtgebiet. Die Erwachsenen im Publikum listeten auf, was sie unter konkreten Maßnahmen verstehen: Busse mit Elektroantrieb, Vermeidung von Plastikmüll, weniger Mähen der Grünflächen durch den Bauhof, beim Strom- und Wassersparen Vorbild sein.

Zum Schluss wurde von Beatrice Meichßner das Angebot unterbreitet, solche Diskussionsrunden mit Stadträten regelmäßig durchzuführen. "Wir wollen das Angebot annehmen", sagt Jana Kaube.

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