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Kirche in Boží Dar in neuem Glanz

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Das Gotteshaus in Gottesgab wurde restauriert. Noch ist allerdings nicht alles fertig.

Boží Dar/Gottesgab.

Die eindrucksvolle Kirche in dem 250-Seelen-Ort Boží Dar erscheint für die kleine Stadt viel zu groß. Sie ist mit ihrer Lage von 1022 Meter über dem Meeresspiegel außerdem einer der höchstgelegenen kirchlichen Bauten auf dem Erzgebirgskamm. Nun wurde die St.-Anna-Kirche während einer festlichen Messe nochmals gesegnet. Grund dafür ist eine bedeutende Rekonstruktion und Sanierung des Gotteshauses in den vergangenen drei Jahren. Die Kirche bekam unter anderem ein neues Kupferblechdach, Innen- und Außenanstriche sowie eine Belüftung. Auch die Außenanlagen und Wegebefestigung sind neu.

"Wir kennen den schlechten Zustand der Kirche noch aus den vergangenen Jahren und freuen uns mit, dass hier so viel Positives geschehen ist", so der Tenor einiger Erzgebirger aus Sachsen. Noch sind aber längst nicht alle Aufgaben erledigt. Die zwei Seitenaltäre werden demnächst erst restauriert. Auch einige Figuren und Inventar warten auf fachkundige Behandlung. "Das eigentliche Problem in unser Kirche allerdings war die Nässe", informierte der Bürgermeister, Jan Hornik. "Deshalb haben wir 80 Zentimeter unter den Granitplatten im Fußboden eine Belüftung und Heizung einbauen lassen. Damit sollte ein Grundproblem hier gelöst sein."

Das Gebäude ist dank einer Schenkung der römisch-katholischen Kirche seit Ende 2012 in Eigentum der Kommune. Die Stadtverwaltung ließ damals eine Projektdokumentation erstellen und die Kosten für die Rekonstruktion der Kirche und der Restaurierung von Altären, Figuren und Schnitzereien ermitteln. Im Kooperationsprogramm zwischen Sachsen und der Tschechischen Republik von 2014 bis 2020 floss eine Subvention von gut 1,6 Millionen Euro für die Kirchensanierung. Auch steuerten Familien ehemaliger deutscher Bewohner von Gottesgab Mittel bei. Jan Hornik freute sich: "Das Rathaus ist das Herz eines Ortes, aber die Kirche ist die Seele der Stadt."

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