Kirchenchef macht sein Hobby zum Beruf

Superintendent Uhlig mit Gottesdienst in Aue offiziell verabschiedet

Aue.

Zehn Jahre lang war Johannes Uhlig (52) Superintendent der evangelischen Kirche in Aue. Gestern wurde er mit einem Gottesdienst in der St. Nicolaikirche verabschiedet. Seine Herausforderung sah er in der Mission: "Kirche muss den Menschen das Evangelium nahebringen. Es ist immer wieder wichtig, das Evangelium in aktuelle Zeitbezüge hineinzusprechen." Zu seinen vielfältigen Aufgaben in Aue gehörte die Krankenhausseelsorge. "Ein wichtiger Schritt war die Einweihung der neuen Krankenhauskappelle im Helios Klinikum", sagt er.

Außerdem wirkte Uhlig, der aus dem Großraum Chemnitz stammt, im Verwaltungsrat des Diakonischen Werkes mit. Auf landeskirchlicher Ebene arbeitete er mit den anderen 17 Superintendenten zusammen. "Wofür ich auch sehr dankbar bin, ist der gute Kontakt zu den Kirchgemeinden. Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit." Die Verbindungen zu den Mitarbeitenden und auch die Landschaft des Erzgebirges werde er vermissen.

"Ich war gern zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs", sagt Uhlig, der vor allem die Karlsroute liebt. Als Ornithologen zog es ihn oft mit dem Fernglas in die Kammregion. Allerdings sei er keiner, der stundenlang wartet, sondern einer, der läuft und sich über das freut, was ihm über den Weg fliegt. Die Eisvögel an der Mulde, die Wasseramsel und auf dem Kamm der Baumfalke - diese Vögel haben ihn begeistert.

Uhlig kam 2006 ins Erzgebirge. Künftig arbeitet er in Ottmaring in der Nähe von Augsburg: "Da gibt es ein Ökumenisches Lebenszentrum, dort bin ich theologischer Mitarbeiter bei der Vereinigung vom gemeinsamen Leben." Diesem Verein gehöre er bereits seit über 20 Jahren an. Daher sei sein Wechsel kein Karrieresprung, sondern eine Herzensangelegenheit. "Im Grunde mache ich mein Hobby zum Beruf. Die Ökumene liegt mir schon immer sehr am Herzen", sagt Johannes Uhlig.

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