Knirpse spielen Hauptrolle in besonderer Trainingseinheit

Die Zweitliga-Handballer des EHV Aue haben sich am Donnerstag für Kinder ins Zeug gelegt - und Freude am Sport geweckt.

Lößnitz.

Alleine vor so vielen Leuten mit dem Ball loslaufen? Der kleine Junge hat sich nicht getraut. Da half auch das einfühlsame Zureden von Aues Zweitliga-Handballer Pascal Ebert nichts. Der Knirps neben dem schüchternen Jungen zögerte nur kurz. "Komm schon", sagte er dann, nahm seinen Freund an die Hand - und absolvierte den Lauf mit dem Ball mit ihm zusammen.

"Es ist herrlich, so etwas zu sehen", sagte Eric Meinhardt sichtlich gerührt. Auch das gehöre zum Sport. "Gemeinsam stark sein", so der Kapitän des EHV Aue. Zusammen mit sieben weiteren Spielern des Zweitliga-Teams organisierte er am Donnerstag eine Trainingseinheit für 45 Mädchen und Jungen aus drei Kitas des Deutschen Roten Kreuzes. Die Knirpse aus Aue, Schneeberg und Pöhla waren voll konzentriert. "Es ist wichtig, dass sie früh ein Gefühl für Bewegung und für ihren Körper bekommen", so Meinhardt. Während einige der Vier- und Fünfjährigen schon geübt mit Ball und Hindernissen zurechtkamen, hatten andere mit Balance und Koordination zu kämpfen. "Das ist in diesem Alter aber normal." Es gelte, vielfältige Bewegungsreize zu setzen, damit die Kinder nach und nach lernen, richtig zu reagieren. Sich für eine Sportart - ob Handball, Fußball oder Turnen - zu entscheiden, habe Zeit. "Erst mal geht es bei den Kleinen darum, sie zu aktivieren und mobil zu halten", so Meinhardt. Wenn ein paar Knirpse in der Schule irgendwann die Handball-AG wählen, habe man ja auch schon etwas erreicht.


Sport spielt im Kita-Alltag eine große Rolle, so DRK-Sprecherin Silvia Lang. "Auf diesen Tag, den wir jetzt schon das fünfte Mal erleben, freuen sich alle immer besonders." Spiel, Sport und Spaß stehen im Fokus. Berührungsängste gab's trotz enormer Größenunterschiede keine. "Ich staune jedes Mal, wie geschickt die Handballer alle Kinder zum Mitmachen motivieren", sagte Lang. Ziel- und Weitwurf mit dem Ball, Slalomlauf und Staffelparcours warteten auf die Mädels und Jungs.

Die Weitwurf-Station betreuten Aues Linksaußen Kevin Roch und Rechtsaußen Sebastian Naumann. Wie alle anderen opferten sie dafür einen freien Tag. "Ich hätte mal ausschlafen können. Aber Sportler sind Vorbilder", sagte Roch und schmunzelte. "Im Ernst: Es lohnt sich und ist toll zu sehen, wie die Kinder aufblühen." So könne man als Sportler mal etwas zurückgeben. "Und vielleicht ist ja auch der eine oder andere Handballer von morgen unter den Kindern." Den Weitwurf haben die Pöhlbachzwerge vorab ein bisschen geübt, gestand Erzieherin Heidi Weigel - und lobte die Handballer. "Sie machen das prima. Es könnte nicht besser sein. Da sind wirklich alle mit Feuereifer bei der Sache."

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