Kolloquium und Ausstellung

Heute vor 120 Jahren wurde Otto Müller-Eibenstock geboren. Kunstinteressierte wollen ihn wieder in die Öffentlichkeit rücken.

Eibenstock/Falkenstein.

Der Erwerb von Gemälden und Zeichnungen von Otto Müller-Eibenstock durch Kerstin und Wolf-Dietrich Schreier, Inhaber des Kunsthofes Eibenstock, stand am Anfang eines Weges, der sie mit dem Kunstförderverein "falkart" im vogtländischen Falkenstein zusammengebracht hat und der jetzt, aus Anlass des 120. Geburtstages des Künstlers, in Ausstellung und Kolloquium gipfelt.

Allerdings werden diese Veranstaltungen erst im Oktober stattfinden. Das Kolloquium im Kunsthof in Eibenstock, die Ausstellung in Falkenstein. Bei der Vorbereitung arbeiten Schreiers für die Eibenstocker Bürgerstiftung "Zuhause am Auersberg" und Regina und Wolfgang Blechschmidt vom Falkensteiner Kunstförderverein eng zusammen. "Früher schaffen wir das nicht", sagt Kerstin Schreier. Das Geburtsdatum von Otto Müller-Eibenstock ist nämlich früher, er wurde am 15. August 1898 in Dorfstadt, heute ein Ortsteil von Falkenstein, geboren. Gelebt und gearbeitet hat er in Eibenstock, war dort unter anderem für die Stickereiindustrie tätig. Er hat aber auch viel für Privatleute gemalt, vor allem Stadtansichten. Von Eibenstockern haben Schreiers schon einige Leihgaben bekommen, die in die Ausstellung einfließen sollen. Diese wird ab 19. Oktober in der Sparkasse in Falkenstein zu sehen sein. Für Eibenstock, wohin die Ausstellung ein halbes Jahr später endgültig kommen soll, sind Schreiers noch auf der Suche nach geeigneten Räumen.

Helfen will dabei Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab (CDU). Schließlich sei Müller-Eibenstock "einer der bedeutendsten Künstler, die aus Eibenstock hervorgegangen sind". Seine Grabstelle ist auf dem Eibenstocker Friedhof zu finden. Gepflegt wird sie von den Angestellten des evangelischen Friedhofs. "Vor Jahren hatte sich jemand von einer Chemnitzer Künstlervereinigung bei uns gemeldet und darum gebeten, das Grab nicht einzuebnen. Seitdem übernimmt die Kirche Eibenstock die Kosten für die Pflege", sagt Lutz Frieß vom Kirchenvorstand. Gestorben ist Otto Müller-Eibenstock 1986 in Zwickau.

Kerstin und Wolf-Dietrich Schreier sind im Besitz der größten Gemäldesammlung zu Otto Müller-Eibenstock. Sie haben sie als Stiftungskapital in die Bürgerstiftung "Zuhause am Auersberg" eingebracht. Mit dem Kauf der Kunstwerke verknüpfte das Ehepaar von Beginn an das Ansinnen, sie der Öffentlichkeit zugängig zu machen.

Die Bilder von Otto Müller-Eibenstock können dem Kubismus zugeordnet werden. Er gehörte in den 1930er-Jahren der Berliner Künstlergruppe "Die Abstrakten" an. Dazu zählten sich Expressionisten, Kubisten und Futuristen. In den Jahren 1962 bis 1967 war er als Lehrer für Stickereikunde an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Schneeberg tätig.

Das Kolloquium zu Otto Müller-Eibenstock findet am 7. Oktober, 14 Uhr im Kunsthof in Eibenstock statt.

Die Ausstellung zum 120. Geburtstag des Künstlers wird am 19. Oktober mit einer Vernissage um 18 Uhr in der Sparkasse Falkenstein eröffnet.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...