Kommune zögert bei Waldkauf

Bund will Flächen in Johann'stadt loswerden

Johanngeorgenstadt.

Im Rathaus von Johanngeorgenstadt häufen sich Beschwerden über die Zustände auf Waldwegen und -flächen, die im Besitz der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) sind. Das Unternehmen soll im Auftrag des Bundes forstwirtschaftliche Flächen aus DDR-Staatsbesitz verwalten und verwerten. Auf mehreren solchen Arealen in Johanngeorgenstadt, zum Beispiel nahe der Jugendherberge, sind Forstarbeiten im Gange; Schadholz wird entfernt.

Ursprünglich sollte das alles laut Bürgermeister Holger Hascheck (SPD) Ende 2019 erledigt sein. Die BVVG habe dann zugesagt, bis zum Beginn der Sommerferien zumindest die Wege herzurichten. Das sei nicht geschehen. Hascheck hat sich davon per Fahrrad selbst ein Bild gemacht. Zugleich bestätigte er Aussagen des hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Alexander Krauß, wonach die Stadt mit der BVVG über die Übernahme der Flächen spreche. "Die Gesellschaft hat uns wiederholt gefragt, ob wir sie haben wollen." Das Problem: Die Stadt bekomme dann sanierte, aber auch unsanierte Gebiete, vieles sei Wald. "Und teilweise ist da sicher noch der Borkenkäfer drin", sagte der Bürgermeister. Der Holzpreis jedoch sei im Keller. Es gebe also vom ersten Tag an Kosten, die sich zunächst nicht durch den Holzverkauf decken lassen.

Voraussichtlich im Herbst werde sich der Stadtrat trotzdem mit dem Thema beschäftigen. Es sei allerdings gar nicht klar, ob Johann'stadt die Flächen überhaupt kaufen darf. Vermutlich muss die Kommunalaufsicht zustimmen. (irme)

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