Kontrollen machen Sandkasten sicherer

Der Spielplatz im Griesbacher Hang in Schneeberg war immer wieder nächtliche Feierstätte für Jugendliche. Nach dem Lärm hinterließen sie Scherben und Müll. Doch eine Nachricht auf Facebook hatte Folgen.

Schneeberg.

Glasscherben im Sandhaufen, wo die Kinder ausgelassen toben: Ein Szenario, das Eltern auf dem weitläufigen Spielplatz im Schneeberger Wohngebiet Griesbacher Hang regelmäßig erleben mussten. Die Situation spitzte sich am Ende gar so weit zu, dass eine Mutter vor einigen Wochen ihrem Ärger im sozialen Netzwerk via Facebook öffentlich Luft machte.

Denn das "exzessive Partymachen von Jugendlichen" sei schlichtweg unerträglich. Die Frau schrieb, dass sie das als dort lebende Mama äußerst störend empfinde. Jeden Abend gebe es laute Musik, Gegröle und kreischende Mädchen. Mehr noch: Am nächsten Tag zeige sich das ganze Ausmaß der nächtlichen Feten. "Glasscherben, wohin das Auge reicht", schreibt die Mutter in ihrem Eintrag. "Auch im Sand." Zudem seien Müll und Essensreste auf den verschiedenen Bereichen des großen Spielplatzes verteilt. Ihren Kummer untermauerte die Schneebergerin mit aussagekräftigen Fotos vom verwüsteten Spielareal.

Dass keiner etwas unternimmt, verstehe sie nicht, schrieb sie damals weiter. Die Kommentare unter ihrem Beitrag verraten, dass sie damit in der Elternschaft des Wohngebiets nicht allein dasteht. Mit ihren zwei Mädels geht eine andere junge Mutter ebenfalls regelmäßig auf den Spielplatz im Griesbacher Hang. Auf die Probleme angesprochen, nickt sie. "Wir haben auch schon Scherben gefunden, teils zwischen den Steinen, wo die Kinder sie nicht gleich sehen." Das sei sehr gefährlich, findet sie. "Ich verstehe nicht, warum Jugendliche da so achtlos sind." Etwas Schlimmes wie eine Verletzung sei zum Glück aber noch nicht passiert.

Dass dies so bleibt, daran setzt Bürgermeister Ingo Seifert (Freie Wähler/Bika) alles. Denn inzwischen hat sich auf dem besagten Spielplatz im Griesbacher Hang viel getan. Nachdem der Stadtchef auf den Facebook-Eintrag der Mutter gestoßen war, setzte er sich umgehend mit ihr in Verbindung und hakte nach, was genau dort los ist. "Daraufhin gab er die Informationen an das Ordnungsamt und den Wachschutz weiter", berichtet Stefan Unger, der in Schneeberg für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing zuständig ist.

Zudem plädierte Seifert dafür, untereinander mehr aufeinander zu achten - auch innerhalb der Elternschaft. "Parallel dazu wird in dieser Gegend viel stärker kontrolliert als früher", so Unger weiter. Mit dem Ergebnis, dass seither keine nennenswerten Vorkommnisse mehr aufgetreten seien, wie sie die Mutter einst beschrieben hatte.

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