Konzert mit rechtem Musiker in der Kreisstadt

In einem ehemaligen Lokal soll Michael Regener alias Lunikoff gespielt haben

Annaberg-Buchholz.

Ein Neonazi-Konzert mitten in der Annaberger Altstadt? Genau das soll sich am 3. Februar in der Kreisstadt zugetragen haben. Die Polizei hat jetzt eine solche Veranstaltung bestätigt. "Es gab vorab allgemeine Hinweise, dass ein solches Konzert im Erzgebirgskreis stattfinden könnte", heißt es von der Polizeidirektion Chemnitz und vom Landesamt für Verfassungsschutz. Allerdings sei nicht klar gewesen, wo genau und vor allem in welcher Lokalität der Auftritt stattfinden sollte. "Seitens der Polizei wurden daraufhin mehrere relevante Objekte im Erzgebirgskreis ergebnislos überprüft." Später habe sich der Verdacht bestätigt.

Der Hinweis an die Öffentlichkeit, dass der Musiker Lunikoff, ehemaliger Sänger der rechtsextremen Band Landser, in Annaberg-Buchholz aufgetreten ist, kommt von der Gruppe Spektrum 360. Sie bezeichnet sich selbst als einen Zusammenschluss von Menschen mit verschiedenen politischen Ansichten - vom Anarchisten bis zum Kommunisten. Den Angaben von Spektrum 360 zufolge trat Michael Regener, so sein bürgerlicher Name, in einem ehemaligen Lokal in der Annaberger Altstadt auf. "Durch Beobachtungen und aus einem Instagram-Post war zu schließen, dass die Veranstaltung in besagter Location stattfand", heißt es der Mitteilung, die vor einigen Tagen veröffentlicht worden ist. Das besagte einstige Lokal sei immer wieder Treffpunkt für Rechtsradikale.

Anzeigen, Beschwerden oder Polizeieinsätze habe es im Zusammenhang mit dem Konzert in der Kreisstadt allerdings keine gegeben, war von einem Polizeisprecher zu erfahren. Auch liegen demnach noch keine genauen Informationen vor, wie viele Besucher bei dem Auftritt von Michael Regener dabei waren. "Aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus ist von einem mittleren zweistelligen Teilnehmerkreis auszugehen."

Es war nicht das erste Mal, dass der als Lunikoff in der rechtsextremen Szene bekannte Musiker im Erzgebirge aufgetreten ist. Im Januar des vergangenen Jahres fand beispielsweise ein Konzert in Johanngeorgenstadt statt.

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